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Artikel vom 07.02.2005

Fasnacht

Nasserelle ist Sujetrenner

Sujet-Vielfalt und -Einfalt gemäss Rädäbäng-Hitliste

Von Jürg-Peter Lienhard



Rädäbäng 2005 - Fasnachtsführer nur für Eingeweihte…



BASEL.- Dass es in der neuen Bahnhof-Passerelle yynesaicht ist natürlich ein gefundenes Sujet-Fressen für die Basler Fasnächtler. Das Sujet ist denn auch mit 26 Nennungen im Fasnachtsführer «Rädäbäng» der Spitzenreiter der Fasnacht 2005. Mehrheitlich sind denn aber eher lokale Themen besetzt - kaum internationale.

Mit ziemlichem Abstand folgt im Palmarès der Sujet-Nennungen die BVB, die dieses Jahr immerhin mit «Näb de Schiine» das Motto der diesjährigen Fasnacht liefert und 19 Mal Zielscheibe wird. Fast soviele Nennungen erreicht die Tut-anch-Amun-Ausstellung, die natürlich auch optisch sehr viel hergeben dürfte, sowie «Wie zu Gotthelfs Zeiten» - der Fernseh-Schrottsendung auf SF-DRS (je 18).

Elf Sujets sind der Zollfreistrasse, neun dem Thema Drogen, Doping und Hanf, acht Sparen und Staatsfinanzen sowie acht dem sicher lohnenden Thema Staatssarg gewidmet. Zwischen sieben und vier Nennungen schaffen es die Fasnachtsroute, Armee XXI, St. Pölten, Hotel Drei Könige, das Stadion Zürich mit VCS und Wahlen sowie SVP und Zanolari.

Sujet-Anzahl sagt nichts über Sujet-Qualität aus

Comité-Obmann Felix Rudolf von Rohr machte allerdings darauf aufmerksam, dass die Anzahl der Sujet-Nennungen gemäss Rädäbäng nichts darüber aussagen, ob und wie das Sujet denn optisch ausgespielt wird. Traditionellerweise «verklausulieren» die Cliquen ihre Sujets im Rädäbäng, um die Überraschung für die Fasnachtstage zu reservieren. Und schliesslich sind es auch die Schnitzelbängge, die dann - zusammengezählt - zeigen werden, was dieses Jahr als Sujet-Schwerpunkt(e) in die Fasnachtsgeschichte eingegangen ist (sind).

Und hier zum Schluss noch eine Auswahl von Sujets zwischen drei und einer Nennung: Tell-Spiele auf dem Rütli, Charivari mit Zürich, Behring und Anita Fetz je einmal, Ganzjahres-Weihnacht, Rechtschreibung, Deutsche Zollschikanen und Nachtruhe am Birsköpfli.

Von Jürg-Peter Lienhard



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