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Betagten-Mörder dank DNA-Datenbank ermittelt
LUZERN/BASEL/TRAUNSTEIN (DETSCHLAND).- Der biologische Fingerabdruck überführte nach vier Jahren Fahndung einen Mörder einer 92-jährigen Frau in Luzern: Der 57-jährige mutmassliche deutsch-tschechische Mehrfach-Verbrecher hatte auch in Basel einen Mord an einer Greisin versucht - sein DNA-Profil in der europäischen Datenbank wurde ihm nun nach seiner jüngsten Tat zum Verhängnis.
pol-lu.- Am 23. Oktober 2002 wurde die 92jährige Schweizerin Agnes Brügger in ihrer Wohnung an der Mariahilfgasse in der Stadt Luzern tot aufgefunden. Die Polizei ging von einem Tötungsdelikt aus und suchte nach einem zunächst unbekannten Mann, der an diesem Vormittag im Treppenhaus des Opfers gesehen worden war.
Das Institut für Rechtsmedizin (IRM) konnte beim Opfer eine männliche DNA-Täter-Spur sichern. Das DNA-Profil wurde in DNADatenbanken für den gesamten, europäischen Raum abgelegt.
Zu einer Übereinstimmung («Hit») kam es nun nach knapp vier Jahren später: Die deutschen Behörden speicherten und überprüften ein DNA-Profil eines Mannes in der Datenbank, nachdem er wegen eines Hotelbetruges festgenommen wurde. Gestützt auf einen internationalen Haftbefehl des Amtsstatthalteramtes Luzern, haben Mitarbeiter der örtlichen Polizei den mutmasslichen Täter am Mittwoch, 4.Oktober 2006, an seinem Wohnort in Piding (D) unmittelbar an der Grenze zu Salzburg festgenommen. Seither befindet er sich in Deutschland in Untersuchungshaft.
Abklärungen haben ergeben, dass dem Mann zusätzlich eine versuchte Tötung in Basel vorgeworfen werden muss. Im Oktober 2002 hatte der mutmassliche Täter eine 85jährige Frau in ihrer Wohnung angegriffen, gewürgt, mit einem Hammer auf den Kopf geschlagen, verletzt und ausgeraubt.
Die Untersuchung wird durch die Staatsanwaltschaft Traunstein (D) geführt.
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