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Neue Artikel auf webjournal.ch |
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Ottokars Cinétips
Reise in die Vergangenheit
«Mammuth» ist ein skurriler und zugleich berührender Film mit einem etwas anderen Gérard Depardieu
Von Ottokar Schnepf

Der französische Schauspieler als voluminöser Rentner mit Rockermähne unterwegs zu seinen ehemaligen Arbeitgebern.
Der Gelegenheitsarbeiter Serge Pilardosse (Depardieu), seiner massigen Statur wegen Mammut genannt, tritt mit 60 in den Ruhestand. Er arbeitet seit er 16 ist; die letzten Jahre hat er im Schlachthof Tiere zerlegt. Da ihm wichtige Papiere für die Auszahlung seiner Rente fehlen, muss er diese bei seinen früheren Arbeitgebern anfordern. So macht sich Mammut auf seinem alten Motorrad auf die Suche nach seinen ehemaligen Arbeitgebern.

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Elsass - Allgemeines
Mit Fotoreportage am Schluss
Freiwillige restaurieren Göpel-Mühle von Manspach
16 Jugendliche aus fast ebenso vieler Herren Länder arbeiten im Sundgau in einem Camp des «Service Civil International» (SCI)
Von Jürg-Peter Lienhard

Die mächtige Achse des Göpels im «Umgang» von Manspach vor dem «letzten Schliff». Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2010
Die 16 jungen Frauen und Männer, die vom 8. bis 20. August 2010 im sundgauischen Manspach zwar um «Gottes Lohn» arbeiten, werden immerhin reiche Erfahrungen in ihre auf dem ganzen Erdball verstreuten Herkunftsländer nachhause bringen. Aber gleichwohl ist ihr «Gottes-Lohn» die Gewissheit, mit der Restauration eines Göpels einen einzigartigen Kulturzeugen im nordwestlichen alemannischen Raum erhalten zu haben. Ihr Engagement steht zudem im Dienst von «Frieden, Entwicklung, Austausch», wie es dem Sinn der vor 90 Jahren gegründeten Nonprofit-Organisation «Service Civil International» (SCI) durch den Neuenburger Grossrat Pierre Ceresole entspricht, und die jedes Jahr rund eintausend solcher zivildienstlicher Camps in der ganzen Welt organisiert.

Kurze Arbeitsbesprechung im Freien vor dem Eingang zum Göpel. Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2010

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Ottokars Cinétips
Liebe in schwierigen Zeiten
Juan José Campanellas «El secreto de sus Onos» hat den Oscar 2010 als bester ausländischer Film mehr als verdient
Von Ottokar Schnepf

Nach 30 Jahren Hoffen endlich ein Liebespaar: Benjamin Esposito (Ricardo Darin) und Soledad Villamil (Irène Menéndez).
Benjamin Esposito (Ricardo Darin) ist ein müder Mann. Nicht nur, aber teilweise auch, weil er über sechzig Jahre alt ist und eben von seiner Arbeit an einem Strafgericht in Buenos Aires pensioniert wurde.

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Editorial
Ferien bis 15. August 2010
Nach sechs erfolgreichen Jahren macht die Redaktion webjournal.ch endlich mal eine Pause…
Von Redaktion

Verehrte Leser, bildhübsche Leserinnen. Der Editor ist an ein neues Domizil umgezogen. Die Koordinaten der Redaktion webjournal.ch sowie des Vereins webjournal.ch (nachfolgend nochmals wiederholt) bleiben aber gleich.

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Bücher
Ein revolutionäres Buch
Nicht die «Architektur», sondern die Symbolik im elsässischen Fachwerk - das ist die bahnbrechende Erkenntnis aus dem neuen Werk von Marc Grodwohl «Habiter le Sundgau», das er am Sonntag, 9. Mai 2010, an der Foire du Livre in St-Louis signiert
Von Jürg-Peter Lienhard

Die Renaissance stellte den Menschen in den Mittelpunkt, was Cesariano (rechts) im Gegensatz zu da Vinci (links) korrekt wiedergibt. Illustrationen aus Marc Grodwohls «Habiter le Sundgau» und der Humanisten-Bibliothek von Schlettstadt.
Nein, es ist nicht Leonardo da Vincis Mann mit den gespreizten Armen und Beinen, der da hälftig auf elsässischem Fachwerk auf dem Umschlag von Marc Grodwohls neustem Buch «Habiter le Sundgau» abgebildet ist. Das italienische «Universalgenie» hat mit dem berühmten nackten Mann die romanische Architektur-Theorie von Vitruvius Maximus falsch interpretiert. Cesare Cesarianos «Spreiz-Mann» hingegen widerspiegelt die «neue» Erkenntnis der Renaissance, die nicht mehr Gott, sondern den Menschen ins Zentrum stellt und daher den Schnittpunkt im Bauchnabel setzt.

Umschlag des neuen Buchs von Marc Grodwohl mit Titelillustration aus Cesarianos Renaissance-Symmetrik in Übereinstimmung mit dem alemannisch-elsässischen Fachwerk.

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J.-P. Lienhards Lupe
Ätsch ätt…
Etwas Besserwisserei für Unwissende…
Von Jürg-Peter Lienhard

Was ist eine Präpostion? Und was eine Deleatur? Oder eine Ligatur?… Kleine Begriffskunde um den unbedachten Affenschwanz @

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Elsass - Allgemeines
«Tempis pour eux!»
50 Kilo Gschwellti, 200 Merguez und ein Fass Tabulé zum verschenken: Das traditionelle Geissàfàscht in Biederthal vom 1. Mai 2010 war ein voller Erfolg, aber wegen des störrischen Wetters blieben diese Bio-Fressalien übrig
Von Jürg-Peter Lienhard

Die Geisslein am «Geissàfàscht» waren die «Hauptpersonen», und die Kinder schlossen sie ins Herz. An der Tombola musste man das Gewicht dieses Zickleins erraten, um es zu gewinnen. Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2010
«Les absents ont tojours tort» - die Abwesenden haben immer Unrecht. «Tempis pour eux», sagte Agnès Fernex, die «Managerin» («ohni Boni») der Domaine du Geissberg, auf die Frage, ob die Abwesenden denn nicht etwas von der tollen Atmosphäre verpasst haben. Tatsächlich war trotz abwechselnden Schauern die Stimmung «bombig», ausgelassen, kinderfreundlich und auf demselben Niveau, wie alle Gäste: einfach fabelhaft.

Was nicht in den Magen runterrutschte, wird im Kühlraum der Geissenkäserei der Fernexen aufbewahrt und kann von Liebhabern in der nächsten Woche gratis abgeholt werden. Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2010

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Elsass - Allgemeines
Der Kachelofen hat noch lange nicht ausgedient!
Offene Türen im Atelier der Oltinger Ofensetzer Spenlehauer–Spiess vom Freitag, 30. April, bis Sonntag, 2. Mai 2010, von 10 bis 18 Uhr
Von Jürg-Peter Lienhard

Eigenkreation aus dem Hause Spenlehauer–Spiess: Ein «transportabler» Kachelofen. Farbe und Grösse, nicht aber die Form kann der Kunde bei diesem Modell auswählen. Christian Fuchs (links) ist der Nachfolger von Pierre Spenlehauer, für den schon Dominique Spiess (rechts) die Kacheln machte. Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2010
Ein Kachelofen aus dem Sundgauer Atelier Spenlehauer–Spiess in Oltingue ist ein Kunstwerk. Der Ursprung der Kachel-Muster und die Architektur der Öfen gehen zurück bis ins 17. Jahrhundert und fussen auf der Tradition der berühmten Hafner Wanner aus Linsdorf. Die Kulturgeschichte dieser immer noch unübertroffenen Heizung ist hochinteressant, zumal wenn man sie von berufenen Kunsthandwerkern geschildert und vorgeführt bekommt.

Und das ist ein fest eingebauter Kachelofen aus dem Hause Spenlehauer–Spiess. Er befindet sich in der Auberge Paysanne von Lutter, wo er Teil der «Büürà-Stubà» ist, die Christian Fuchs für die äusserst ehrbaren Besitzer dieses Sundgauer Gasthofes gestaltet hat. Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2010

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Elsass - Allgemeines
Tip für den 1. Mai
Auf zum Geissàfàscht!
Der traditionelle «Tag der Offenen Tür» auf der Bio-Domaine du Geissberg bei Etienne und Agnès Fernex in Biederthal am 1. Mai 2010 als Ausflugstip
Von Jürg-Peter Lienhard

Eines der sympathischsten Festlein in der Region, im Sundgau sowieso. Und hier trifft man auch ganz kultivierte Leute aus dem ganzen Dreiländereck. Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2010
Die lustigen Sprünge der Zicklein, das wohlige Grunzen der seltenen Wollschweine, das Gackern der zutraulichen Hühner, aber auch die feinen Geisskäse, Grilladen vom Holzkohlengrill, Bio-Wein aus dem Elsass und die wunderbare Stimmung mit Musik, Gauklern, Kinder-Attraktionen - das ist jedes Jahr ein Feiertagsvergnügen, wie man es sich für die ganze Familie nur wünschen kann. Und praktisch ist, dass man mit dem 10er Tram bequem und mit dem U-Abo (mit 15 Minuten Spaziergang) dahinkommt. Das Festlein findet bei jeder Witterung statt (Festzelt).

Abends spielt «Famiglia Rossi» auf und lädt zum Tanzbeinlüften…

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Rubrikübergreifendes
Kommt das 3er-Tram nach St-Louis?
Es ist noch kein Meilenstein, aber ein erster Schritt: Basel und Saint-Louis haben eine Finanzierungsvereinbarung für die Planung der Tramverlängerung Burgfelden-Grenze nach St-Louis Gare Ouest unterzeichnet
Von Redaktion

Der Basler Regierungsrat Hans-Peter Wessels erläutert die Vereinbarung am Rednerpult in der Mairie von St-Louis. Im Hintergrund rechts die Büste mit der Jakobiner-Mütze ist diesmal eine Version von Mariannelà aus dem 19. Jahrhundert - und nicht Brigitte Bardot, die von Mireille abgelöst worden ist, die ihrerseits wieder von Cathérine Deneuve, die wieder… Foto BVB, zVg
Diese geniale grüne Farbe des in Basel wohnhaften Grafikers Armin Vogt: Wird sie noch in diesem Jahrhundert die Strassen von Bourglibre und Saint-Louis «begrünen»? Wird der Traum von einer Tramverbindung des 3ers von seiner bisherigen Endstation «Burgfelden Grenze» auf Basler Boden nach «St-Louis Gare Ouest» dereinst Wirklichkeit? Immerhin bedeutet die Vereinbarung, die die Planungsfinanzierung regelt und am Donnerstag, 22. April 2010, von den Vertretern der beiden Städte in Saint-Louis unterzeichnet worden ist, ein erster Schritt in die richtige Richtung!

Comcom-Präsident Roland Igersheim seinerseits bekräftigt die Absicht des Dreiländer-Distrikts. Rechts Regierungsrat Wessels. Foto BVB, zVg

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