Im Fokus der Autoren - Ottokars Cinétips

Artikel vom 03.10.2008

Ottokars Cinétips

Von Sex im Alter und anderem

Rüstiger Graubart-Charmeur träumt im Film «Leergut» von Jan Sverak von jungen Damen in Strapsen und von anderem mehr

Von Ottokar Schnepf



Von Blondinen mit langen Beinen und Strapsen träumt der alte Beppo am liebsten.


Jenseits der Grenzen der tschechischen Republik ist Jan Sverak kaum bekannt, obwohl er 1997 für seinen Film «Kolya» mit dem Oscar für den besten nicht englischsprachigen Film ausgezeichnet wurde. In seinem Heimatland ist er aber ein gefeierter Filmregisseur. «Vratné Lahve - Leergut», Sveraks neustes Werk, wird dort als der erfolgreichste tschechische Film aller Zeiten gefeiert und hat bis anhin an vier Filmfestivals jeweils den Publikumspreis erhalten.

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Artikel vom 20.09.2008

Ottokars Cinétips

MIT LESERBRIEF

Lang lebe der RAF-Mythos!!!

Nach den letzten Tagen Hitlers ist man im Deutschen Kino in der bleiernen Zeit und im Herbst der Siebziger Jahre beim Terror der RAF angelangt

Von Ottokar Schnepf



Terrorsymbol Kalaschnikow *) als Logo der RAF und heute zum gewinnbringenden Mode-Accessoire geworden.


Beides hochbrisante Themen, für die der erfolgreiche Produzent Bernd Eichinger schon immer ein goldenes Händchen hatte. Sein Film Der Baader Meinhof Komplex versucht nach dem Motto Business As Usual, sich an die Geschichte der Roten Armee Fraktion anzunähern. Als Drehbuchvorlage diente das akribisch recherchierte Standardwerk zu diesem Thema, das der ehemalige Spiegel-Chefredaktor Stefan Aust 1985 verfasst hat. Die Besetzungsliste zum teuersten Film der deutschen Kinogeschichte liest sich wie ein Who is Who des gegenwärtigen deutschen Films.

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Artikel vom 17.09.2008

Ottokars Cinétips

Zwei Männer sind der Hausfrau (Un-)Glück!

«Wolke 9» - ein delikates Thema auf plumpe deutsche Sex-Art verfilmt

Von Ottokar Schnepf



Die 70-jährige Inge bricht aus ihrer Rentner-Ehe aus. Mit Karl, dem man die 80 nicht ansieht, erlebt sie Sex und Liebe neu.


Eine 70-jährige Frau und ein 80-jähriger Mann beim Sex: Wollen wir das im Kino sehen? So beginnt nämlich der Kino-Beitrag vom deutschen Regisseur Andreas Dresen zum Thema Sexualität im hohen Alter.

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Artikel vom 24.07.2008

Ottokars Cinétips

Kino vom Besten!

Im hohen Alter von 83 Jahren präsentiert uns Altmeister Sidney Lumet ein weiteres Meisterwerk und beweist: Das echte und wahre Kino existiert immer noch!

Von Ottokar Schnepf



Die Brüder Andy und Hank sammeln die Trümmer ihrer Existenz ein - in einem grandios spannenden Kriminalfilm mit hervorragenden Schauspielern: Philip Seymour Hoffman, Ethan Hawke und, einmal mehr ganz grossartig, Albert Finney.


Sidney Lumet, der vor fünfzig Jahren mit seinem Erstling «Twelve Angry Men / Die zwölf Geschworenen» Weltruhm erlangte und danach mit bis jetzt 50 Filmen wie «Dog Day Afternoon», «Network», «The Pawnbroker» weiterhin Filme sowohl für ein grosses wie für ein aufmerksames und kluges Publikum drehte, wartet jetzt als 83-Jähriger mit einem neuen Film auf: «Before the Devil Knows You're Dead» ist nicht etwa eine Komödie, wie der Titel vermuten lässt, sondern ein grandios spannender Kriminalfilm und ein erbarmungsloses Familiendrama, einer der packendsten Filme der letzten Zeit. (Zurzeit im Kino «Eldorado» in Basel)

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Artikel vom 17.07.2008

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Mittelalterliche Killer-Kulisse

«In Bruges»: Ein Muss für eingefleischte Kinofans - zurzeit im «kult.kino atelier» in Basel

Von Ottokar Schnepf



Zwei Profikiller von gegensätzlichem Temperament in einem zwischen Sarkasmus und Melancholie oszillierenden Debütfilm - mit Colin Farrell, Brendan Gleeson und Ralph Fiennes in Hochform


Kennen sie Bruges? Das ist der Ort, wo die Europäische Union ihren Sitz hat, Brügge heisst, aber Brüssel gemeint ist, dem die Engländer Bruges sagen. Was die beiden Engländer Ray und Ken, die eigentlich Iren sind, in eben diesem Bruges zu tun haben, wissen sie selber nicht. Und sie fragen sich, warum ihr Boss, die Londoner Unterweltgrösse Harry, sie ausgerechnet in diese malerisch-mittelalterliche Stadt geschickt hat, die 200 Kilometer Luftlinie von London entfernt liegt. Ist noch zu erwähnen, dass Ray und Ken Profikiller sind.

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Artikel vom 11.07.2008

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Eifersuchtsdrama «zum Geniessen»…

Sommerzeit - Kinozeit? Ja, dann kommen Filme ins Kino, die man sonst nie zu sehen bekommt - Claude Chabrols «La fille coupée en deux» im Kino «camera» in Basel

Von Ottokar Schnepf



Sex, Eifersucht und pervertierte Unschuld sind die Lieblingsthemen des sarkastischen französischen Altmeisters Claude Chabrol. In seinem jüngsten Werk zeigt sich der 78-Jährige so sadistisch wie schon lange nicht mehr.


Der als Spezialist der psychischen Abgründe bekannte Claude Chabrol widmet sich in «La fille coupée en deux» einmal mehr seinem bevorzugten Umfeld: Der Entlarvung des Bürgertums hinter der sauberen Fassade bürgerlicher Anständigkeit.

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Artikel vom 10.07.2008

Ottokars Cinétips

Emotionale Entblössungen

Steve Buscemis Film «Interview» im Kino «atelier» in Basel

Von Ottokar Schnepf



Geschlechterzweikampf als Kammerspiel zwischen einem arroganten Journalisten und einem blonden, aber trotzdem nicht blöden Fernseh-Starlet.


Der zynische Journalist jenseits der Midlife-Crisis Pierre Peders trifft auf Fernsehstarlet Katya, das seine Tochter sein könnte. Seine Zeitung hat ihn dazu verdonnert, die 20-jährige Serienheldin zu interviewen. Sehr zu seinem masslosen Ärger, deshalb kommt er nicht nur unvorbereitet an das Treffen, er benimmt sich auch flegelhaft.

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Artikel vom 25.06.2008

Ottokars Cinétips

One-Woman-Thriller-Show

Bestbekannt als wandlungsfähige Schauspielerin, hat sich Tilda Swinton für ihre neue Rolle als alkoholsüchtige «Julia» mehrere Pfunde angefressen - ab Donnerstag, 26. Juni 2008, im «kult.kino club» in Basel

Von Ottokar Schnepf



Die alkoholabhängige Julia entführt im Auftrag einer jungen Frau, die das Sorgerecht für ihr Kind verloren hat, deren achtjährigen Sohn. Eine wilde Verfolgungsjagd von Los Angeles nach Tijuana beginnt.


Betrunken taumelt sie Nacht für Nacht dem Nächstbesten in die Arme; Julia kriegt ihr Leben nicht mehr in den Griff, verliert Job und Freunde und fasst in ihrer Verzweiflung einen absurden Plan ins Auge: Brutal kidnappt sie ein Kind, um Lösegeld zu erpressen.

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Artikel vom 25.05.2008

Ottokars Cinétips

Doppelte Identität

Aus seinem Roman «Ben X» hat Nic Balthazar auch einen Film gedreht. Darin erzählt er von dem leicht autistischen Schüler Ben, dessen Leben sich in zwei Welten abspielt, und dem Schulalltag, wo er gequält wird.

Von Ottokar Schnepf



Zwischen Ralität und Imagination vermag Ben nicht zu unterscheiden und lebt somit ein eigenes Doppelleben.


Der introvertierte Ben zieht sich aus der Realität in ein Computerspiel zurück und phantasiert sich auch im Alltag als dessen Protagonist. Ein Überraschungsfilm aus Belgien, der eine perfekte Balance zwischen Realität und Imagination findet (seit Donnerstag, 22. Mai 2008, in Basel im «kult.kino atelier»).

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Artikel vom 18.05.2008

Ottokars Cinétips

Geisterkinder aus der Vergangenheit

Der spanische Horrorfilm «El orfanato» (Das Waisenhaus) wartet auf mit gut plazierten Schockmomenten und einer leidensfähigen Hauptdarstellerin

Von Ottokar Schnepf



Die Hauptdarstellerin Belen Ruada zeigt enormes Durchhaltevermögen und hilft mit diesen Film zum speziellen Erlebnis zu machen.


«El orfanato» ist kein gewöhnlicher, mit übernatürlichen Elementen ausgeschmückter Thriller, sondern besitzt die Intensität und den Überraschungsmoment, um den Zuschauer voll und ganz in den Bann zu ziehen, ihn zu schockieren und zu bewegen.

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