Elsass - Kultur

Artikel vom 17.02.2019

Postume Ehrung

Rue Tomi Ungerer

Eine Strasse soll im Herbst in der Geburtsstadt des grossen Elsässers nach ihm benannt werden

Von Jürg-Peter Lienhard



Die Place an der rue de Tivoli in vollem Frühlingsblust. Foto wikipedia.


Kaum sind die letzten Töne der grossen Orgel in dieser wundervollen Akustik des Strassburger Münsters nach der Abdankung verklungen, und schon steht fest, dass nach Tomi Ungerer eine Strasse im Wacken-Quartier benannt werden soll: Die rue de Tivoli, in prominenter Nähe zum Palais de la Musique mit der rue Richard Strauss und des Europäischen Parlamentes, zumal unweit seines Museums an der Avenue de la Marseillaise. Für mehr hier klicken:

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Artikel vom 15.02.2019

Abdankung

Mit Video-Link + nachträglich bearbeitet!

Adieu Tomi Ungerer

«Les obsèques» (Abdankung) von Tomi Ungerer im Strassburger Münster hatte einen enormen Zulauf

Von Jürg-Peter Lienhard



Das riesige Kirchenschiff der Strassburger Kathedrale vermochte kaum die vielen Trauergäste zu fassen. Blick von den Reihen der speziell eingeladenen Abdankungs-Teilnehmer auf die extra hergerichtete Bühne über dem Hochaltar. Die Projektion auf dem Segeltuch schien zu vermitteln, dass der Geist Tomis der Trauerfeier vom Jenseits aus zusehe… Photo © foto@jplienhard.ch 2019


Wo normalerweise nie so viele Teilnehmer einen Gottesdienst im Strassburger Münster beiwohnen, platzte es vor Publikum an der Abdankung von Tomi Ungerer am Freitagmorgen, Freitag, 15. Februar 2019, beinahe aus den Nähten: Alles was im Elsass Rang und Namen in Kunst, Literatur, Politik hat, sowie etliche hochrangige Vertreter des ausländischen diplomatischen Corps fanden sich in diesem mächtigen Wahrzeichen Strassburgs ein. Für mehr hier klicken:

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Artikel vom 14.02.2019

Trauer

Öffentliche Trauerfeier für Tomi Ungerer in Strasbourg

Mitteilung des Diogenes-Verlages Zürich

Von Redaktion

Einige haben es vielleicht schon vernommen oder auch nicht: Aufgrund des Ablebens von Tomi Ungerer wird diesen Freitag, 15. Februar 2019, 10 Uhr, in der Kathedrale von Strassburg eine öffentliche Trauerfeier für den «elsässischsten aller Elsässer», dem begnadeten Zeichner und Autoren von Skandal- und Kinderbüchern, abgehalten.



«Le Brigand est mort» - der Wegelagerer ist tot. So nimmt Dany Jung auf seiner Illustration zum Tod seines Künstler-Freundes Bezug auf Tomi Ungerers berühmte Kinderbuch-Geschichte «Die Drei Räuber». Le Brigand heisst aber auch Räuber, also mit Tomi waren es vier, doch bleiben immer noch «Die Drei Räuber»: Und sicher noch lange über denTod ihres Schöpfers hinaus, als eine der herzergreifendsten Geschichten aus der tiefen kindlichen Seele des grossen Strassburgers. Zeichnung mit liebenswürdiger Genehmigung von Dany Jung, F-26130 Solerieux © 2019 Für mehr hier klicken:

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Artikel vom 09.02.2019

Todesfall

Mit Nachruf des Diogenes-Verlages Zürich

Der elsässische Weltbürger Tomi Ungerer gestorben

Der Strassburger Autor und Illustrator ist in der Nacht vom Freitag, 8., auf Samstag, 9. Februar 2019, auf seiner Farm in Cork in Irland im Alter von 87 Jahren gestorben

Von Jürg-Peter Lienhard



Tomi Ungerer ✝ - fotografiert von Jürg-Peter Lienhard. © foto@jplienhard.ch 2019


Der unglaublich produktive und bissige Zeichner Tomi Ungerer hinterlässt ein immenses Werk und ein zu seinen Lebzeiten von der Stadt Strassburg eingerichtetes Museum.



Ungerers ätzende Feder voller Anspielungen: Eines der berühmtesten Plakate des Weltbürgers. Mit freundlicher Genehmigung des Diogenes-Verlages, Zürich, © 2019
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Artikel vom 24.08.2018

Personalium

Eric Jacob verlässt das Ecomusée d’Alsace

«In gegenseitigem Einvernehmen», aber «wegen unvereinbaren Standpunkten», heisst die offizielle Begründung

Von Redaktion



Eric Jacob, der scheidende Direktor des Ecomusée d’Alsace. Foto: © foto@jplienhard.ch 2018


UNGERSHEIM (Elsass). jpl.- Eric Jacob, 53, der zweite Direktor nach dem politisch erzwungenen Abschied des Gründers Marc Grodwohl, verlässt das elsässische Freilichtmuseum Ecomusée d’Alsace. Jacob bestätigt in einem persönlichen Gespräch mit dem Journalisten Jürg-Peter Lienhard, ehemals Mitarbeiter in der Gründer-Equipe, seine sofortige Demission, die er bereits seinem Personal mitgeteilt habe. Seine Begründung lautet: «suite à des divergences commun de point de vue» - als Folge unterschiedlicher Auffassungen. Für mehr hier klicken:
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Artikel vom 28.02.2018

Ausstellung

Adolphe Braun, Photo-Unternehmer: «Gutenberg der Kunst»

Das Unterlinden-Museum in Colmar zeigt bis zum 14. Mai 2018 eine Retrospektive des für die moderne Kunst Masstab setzenden Industrie-Pioniers aus dem «Humus des Fadens»

Von Jürg-Peter Lienhard



Ausstellungsplakat mit dem Berg der Berge zu Aolphe Braun im Unterlinden-Museum von Colmar.


Aus einem Nachlass von über 167’000 fotografischen Arbeiten des Massstäbe setzenden Fotounternehmers des 19. Jahrhunderts, Adolphe Braun, zeigt das Unterlinden-Museum in Colmar noch bis 14. Mai 2018 mit rund 220 Fotos, Panoramas, Bildern und Grafiken sowie unikaten Apparaten die erste grosse Retrospektive in Frankreich. Sie folgt im wesentlichen dem Konzept einer Ausstellung des Münchner Stadtmuseums von Oktober 2017 bis Januar 2018. Für mehr hier klicken:
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Artikel vom 10.09.2017

Musik

Schluss, aus, fertig: Ende des Orchesters St-Louis

Wegen der Finanzsituation der Basler Nachbargemeinde geht es der Kultur zuerst an den Kragen,obwohl die Zuschauerzahlen beachtlich hoch sind

Von Redaktion



Das «Orchestre de Saint-Louis» ist/war ein sehr angesehenes Sinfonieorchester weitherum anerkannt und mit Musikern aus dem Dreiland bestückt. Es stand zu Unrecht im Schatten der Orchester aus dem nahen Basel.


ST-LOUIS/HÉGENHEIM.- Peinlich, peinlich: Das von Michel Garzia gegründete «Orchestre de St-Louis» (OSL) verstummt trotz stets ausverkauften Veranstaltungen ab sofort. Grund: Die desolaten Finanzen der Grenzstadt St-Louis, die zuvor schon dem in der francophonen Welt hochgelobten Theater-Festival «Théâtra Saint-Louis» den Garaus gemacht haben. Für mehr hier klicken:
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Artikel vom 21.11.2016

Vorbilder

Eingeweiht: Marc-Grodwohl-Strasse in Ungersheim

Der Gründer des Ecomusée d’Alsace wird zu Lebzeiten geehrt

Von Jürg-Peter Lienhard



Ein gewöhnliches Strassenschild - aber weder der Name noch die Geschichte dahinter sind gewöhnlich… © foto@jplienhard.ch 2016


Der unter skandalösen politischen Umständen buchstäblich seines Lebenswerkes Ecomusée d’Alsace enteignete Gründer und Pionier einer weit über das Freilichtmuseum hinausgreifenden kulturellen Bewegung, ist am Samstag bereits zum zweiten Mal in Ungersheim geehrt worden: Ihm und zwei ebenfalls kämpferischen Frauen sind drei Strassen nach deren Namen benannt. Für mehr hier klicken: Mehr...

Artikel vom 11.12.2015

Museographie

Mit ausführlicher Dokumentation zum downloaden

Das neue Museum Unterlinden ist ein Knüller

Die internationale Öffentlichkeit darf in Colmar das umgebaute weltberühmte Haus noch vor dem französischen Staatspräsidenten besichtigen

Von Jürg-Peter Lienhard



Eine von Mathias Grunewalds Tafeln des Issenheimer Altars mit der Kreuzigung Christi. foto@jplienhard.ch © 2015


Der Issenheimer Altar, das bedeutendste Werk der sakralen abendländischen Kultur der Renaissance, das häufig auch in der modernen Kunst zitiert wird, hat mit einem Umbau und einem Neubau des Basler Architekturbüros Herzog + De Meuron eine hochinteressante Aufwertung erfahren: Das weltbekannte Unterlinden-Museum in Colmar wird nach fast dreijähriger Um- und Neubauphase am Samstag, 12. Dezember 2015, der Öffentlichkeit zugänglich sein, wenngleich noch mit ein paar wenigen Einschränkungen als Folge baulicher Kosmetik. Der Umbau ermöglicht die Präsentation vieler wegen Platzmangels nicht gezeigter Kunstwerke vom Mittelalter bis zur Gegenwart.



Blick über die Sinn zu den Neu- und Umbauten von Herzog + De Meuron: Im Hintergrund der Neubau, davor das umgebaute Badhaus und im Vordergrund eine architektonische Spielerei, die die Funktion eines «Schaufensters» auf die geplanten Wechselausstellungen hat. foto@jplienhard.ch © 2015

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Artikel vom 18.08.2015

Geschichte

Mit Broschüre zur Kapitulation zum herunterladen

Vor 200 Jahren hat die Festung Hüningen aufgegeben

Je nach eingenommener Perspektive ist es eine «bedingungslose Kapitulation» oder nur der «Auszug der Garnison» - der unterschiedliche Sprachgebrauch deckt auf…

Von Jürg-Peter Lienhard



Der Schlachtenmaler Jean-Baptiste Détaille nahm es mit den Details nicht sehr genau. Die monumentale Kulisse mit der Zugbrücke des dramatisch dargestellten Handschlags zwischen Sieger und Besiegtem nach der Kapitulation ist reine Fantasie. © foto@jplienhard.ch 2015


Am 28. August 2015 ist es 200 Jahre her, dass der Kommandant der Vauban-Festung Hüningen mit seinem nach tagelangem Beschuss durch die alliierten preussisch-österreichischen Truppen total zermürbten Haufen aufgeben musste. Im Andenken daran gibt die Stadt Hüningen am 29. August eine Sonder-Briefmarke heraus, zeigt in der Garnisonskirche eine Ausstellung und eröffnet hinter dem Festungs-Museum einen nach Art des königlichen Landschaftsarchitekten von Versailles, André Le Nostre, gestalteten symmetrischen Lustgarten. Lesen Sie auch die Geschichte der letzten Tage der Festung Hüningen, die Sie mit untenstehendem Link im Format PDF herunterladen können.
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