Elsass - Kultur

Artikel vom 24.08.2018

Personalium

Eric Jacob verlässt das Ecomusée d’Alsace

«In gegenseitigem Einvernehmen», aber «wegen unvereinbaren Standpunkten», heisst die offizielle Begründung

Von Redaktion



Eric Jacob, der scheidende Direktor des Ecomusée d’Alsace. Foto: © foto@jplienhard.ch 2018


UNGERSHEIM (Elsass). jpl.- Eric Jacob, 53, der zweite Direktor nach dem politisch erzwungenen Abschied des Gründers Marc Grodwohl, verlässt das elsässische Freilichtmuseum Ecomusée d’Alsace. Jacob bestätigt in einem persönlichen Gespräch mit dem Journalisten Jürg-Peter Lienhard, ehemals Mitarbeiter in der Gründer-Equipe, seine sofortige Demission, die er bereits seinem Personal mitgeteilt habe. Seine Begründung lautet: «suite à des divergences commun de point de vue» - als Folge unterschiedlicher Auffassungen. Für mehr hier klicken:
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Artikel vom 28.02.2018

Ausstellung

Adolphe Braun, Photo-Unternehmer: «Gutenberg der Kunst»

Das Unterlinden-Museum in Colmar zeigt bis zum 14. Mai 2018 eine Retrospektive des für die moderne Kunst Masstab setzenden Industrie-Pioniers aus dem «Humus des Fadens»

Von Jürg-Peter Lienhard



Ausstellungsplakat mit dem Berg der Berge zu Aolphe Braun im Unterlinden-Museum von Colmar.


Aus einem Nachlass von über 167’000 fotografischen Arbeiten des Massstäbe setzenden Fotounternehmers des 19. Jahrhunderts, Adolphe Braun, zeigt das Unterlinden-Museum in Colmar noch bis 14. Mai 2018 mit rund 220 Fotos, Panoramas, Bildern und Grafiken sowie unikaten Apparaten die erste grosse Retrospektive in Frankreich. Sie folgt im wesentlichen dem Konzept einer Ausstellung des Münchner Stadtmuseums von Oktober 2017 bis Januar 2018. Für mehr hier klicken:
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Artikel vom 10.09.2017

Musik

Schluss, aus, fertig: Ende des Orchesters St-Louis

Wegen der Finanzsituation der Basler Nachbargemeinde geht es der Kultur zuerst an den Kragen,obwohl die Zuschauerzahlen beachtlich hoch sind

Von Redaktion



Das «Orchestre de Saint-Louis» ist/war ein sehr angesehenes Sinfonieorchester weitherum anerkannt und mit Musikern aus dem Dreiland bestückt. Es stand zu Unrecht im Schatten der Orchester aus dem nahen Basel.


ST-LOUIS/HÉGENHEIM.- Peinlich, peinlich: Das von Michel Garzia gegründete «Orchestre de St-Louis» (OSL) verstummt trotz stets ausverkauften Veranstaltungen ab sofort. Grund: Die desolaten Finanzen der Grenzstadt St-Louis, die zuvor schon dem in der francophonen Welt hochgelobten Theater-Festival «Théâtra Saint-Louis» den Garaus gemacht haben. Für mehr hier klicken:
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Artikel vom 21.11.2016

Vorbilder

Eingeweiht: Marc-Grodwohl-Strasse in Ungersheim

Der Gründer des Ecomusée d’Alsace wird zu Lebzeiten geehrt

Von Jürg-Peter Lienhard



Ein gewöhnliches Strassenschild - aber weder der Name noch die Geschichte dahinter sind gewöhnlich… © foto@jplienhard.ch 2016


Der unter skandalösen politischen Umständen buchstäblich seines Lebenswerkes Ecomusée d’Alsace enteignete Gründer und Pionier einer weit über das Freilichtmuseum hinausgreifenden kulturellen Bewegung, ist am Samstag bereits zum zweiten Mal in Ungersheim geehrt worden: Ihm und zwei ebenfalls kämpferischen Frauen sind drei Strassen nach deren Namen benannt. Für mehr hier klicken: Mehr...

Artikel vom 11.12.2015

Museographie

Mit ausführlicher Dokumentation zum downloaden

Das neue Museum Unterlinden ist ein Knüller

Die internationale Öffentlichkeit darf in Colmar das umgebaute weltberühmte Haus noch vor dem französischen Staatspräsidenten besichtigen

Von Jürg-Peter Lienhard



Eine von Mathias Grunewalds Tafeln des Issenheimer Altars mit der Kreuzigung Christi. foto@jplienhard.ch © 2015


Der Issenheimer Altar, das bedeutendste Werk der sakralen abendländischen Kultur der Renaissance, das häufig auch in der modernen Kunst zitiert wird, hat mit einem Umbau und einem Neubau des Basler Architekturbüros Herzog + De Meuron eine hochinteressante Aufwertung erfahren: Das weltbekannte Unterlinden-Museum in Colmar wird nach fast dreijähriger Um- und Neubauphase am Samstag, 12. Dezember 2015, der Öffentlichkeit zugänglich sein, wenngleich noch mit ein paar wenigen Einschränkungen als Folge baulicher Kosmetik. Der Umbau ermöglicht die Präsentation vieler wegen Platzmangels nicht gezeigter Kunstwerke vom Mittelalter bis zur Gegenwart.



Blick über die Sinn zu den Neu- und Umbauten von Herzog + De Meuron: Im Hintergrund der Neubau, davor das umgebaute Badhaus und im Vordergrund eine architektonische Spielerei, die die Funktion eines «Schaufensters» auf die geplanten Wechselausstellungen hat. foto@jplienhard.ch © 2015

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Artikel vom 18.08.2015

Geschichte

Mit Broschüre zur Kapitulation zum herunterladen

Vor 200 Jahren hat die Festung Hüningen aufgegeben

Je nach eingenommener Perspektive ist es eine «bedingungslose Kapitulation» oder nur der «Auszug der Garnison» - der unterschiedliche Sprachgebrauch deckt auf…

Von Jürg-Peter Lienhard



Der Schlachtenmaler Jean-Baptiste Détaille nahm es mit den Details nicht sehr genau. Die monumentale Kulisse mit der Zugbrücke des dramatisch dargestellten Handschlags zwischen Sieger und Besiegtem nach der Kapitulation ist reine Fantasie. © foto@jplienhard.ch 2015


Am 28. August 2015 ist es 200 Jahre her, dass der Kommandant der Vauban-Festung Hüningen mit seinem nach tagelangem Beschuss durch die alliierten preussisch-österreichischen Truppen total zermürbten Haufen aufgeben musste. Im Andenken daran gibt die Stadt Hüningen am 29. August eine Sonder-Briefmarke heraus, zeigt in der Garnisonskirche eine Ausstellung und eröffnet hinter dem Festungs-Museum einen nach Art des königlichen Landschaftsarchitekten von Versailles, André Le Nostre, gestalteten symmetrischen Lustgarten. Lesen Sie auch die Geschichte der letzten Tage der Festung Hüningen, die Sie mit untenstehendem Link im Format PDF herunterladen können.
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Artikel vom 03.11.2014

Freiwilligenarbeit

Nach Defekt: reparierte Aufschaltung vom 13.09.2014

Wie die Juden in der Region hin und her flüchten mussten

Das Judenhaus von Durmenach ist von Freiwilligen zu einem Dorfmuseum umgebaut worden und belegt den Ursprung der Basler Juden nach dem «Judenrumpel» von 1848

Von Jürg-Peter Lienhard



Ein richtiges Kleinod ist es geworden, das von freiwilligen Dorfbewohnern restaurierte Judenhaus mitten im Herzen Durmenachs. foto@jplienhard.ch © 2014


Aus Anlass der Einweihung des «Maison du Patrimoine de Durmenach» geheissenen Dorfmuseums am 14. September 2014 (10-30 Uhr) hat der örtliche Geschichtsverein eine Eröffnungs-Ausstellung eingerichtet, die sich der höchst bewegten Periode seiner Geschichte widmet: Dem Zusammenleben von drei Ethnien, bestehend aus einer überwiegenden jüdischen Bevölkerung und den Minderheiten von Katholiken und Zigeunern während des 19. Jahrhunderts.
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Artikel vom 06.06.2014

Ecomusée d'Alsace

30. Jahrestag der Eröffnung

Ecomusée d’Alsace: zwiespältige Jubiläumsfeier

Wie die rechtspopulistische elsässische Politik einen Skandal verschweigt…

Von Jürg-Peter Lienhard



Foto vom Gründer des Ecomusée d'Alsace, Marc Grodwohl, aufgenommen 2011 im Büro von J.-P. Lienhard und vor dessen Elsass-Bibliothek. © foto@jplienhard.ch


So tun als ob - als ob alles im Sinne des Gründers Marc Grodwohl nach dessen erzwungenem Abschied weitergegangen ist und weitergeht. Kein Wort davon, dass man sein Verdienst und dasjenige seiner hochmotivierten Gründer-Equipe verleugnet und stattdessen der Bevölkerung am Oberrhein aus rechtspopulistischer Ranküne ein grossartiges Werk gestohlen hat… Für mehr hier klicken: Mehr...

Artikel vom 05.08.2013

Elsass - Kultur

Schweizerisch-elsässisches Film-Open-air in Durmenach

Am 10. August 2013: «D'r Herr Maire» von 1939 von Félix Beaujon in elässischer Sprache und französischen Untertiteln auf dem Dorfplatz

Von Redaktion



DURMENACH. jpl.- Ein besonderer filmischer Leckerbissen - «en plein air» - bietet das Sundgauer Dörflein Durmenach am kommenden Samstag, 10. August 2013: «D’r Herr Maire», des franco-schweizerischen Produzenten Félix Beaujon wird in der Fassung von 1939 in elsässischer Sprache und teilweise mit französischen Untertiteln aufgeführt.

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Artikel vom 18.09.2011

Elsass - Kultur

Mit Fotostrecke am Schluss

Tabu-Thema Tod in St-Louis

Neues von der Kulturfront der elsässischen Nachbarstadt: drei bemerkenswerte Ausstellungen im Musée Fernet-Branca und in der Mairie

Von Jürg-Peter Lienhard



Kommt Holbeins «Leichnam Christi» ziemlich nahe: mehrfach belichtete Fotoarbeit von Sophie Zénon mit Aufnahmen aus den Katakomben von Palermo zurzeit im Musée Fernet-Branca in St-Louis. Foto J.-P. Lienhard, Basel © 2011


Das darf man ohne Übertreibung sagen: St-Louis hat das Zeug, dem Kulturangebot von Basel mit Gleichwertigem zu begegnen. Zunächst gelingt es dem «Espace de l’art contemporain Fernet-Branca» mit Gegenwartskünstlern auf höchstem Niveau für Aufmerksamkeit weit über die Grenzen zu sorgen. Zurzeit mit einer hervorragend gemachten Skulpturausstellung und Photographien, die das Tabu-Thema Tod zum Gegenstand haben. Und schliesslich im Forum der Mairie sind Schwarzweiss-Werke des unterelsässischen Fotokünstlers Frantisek Zvardon mit Motiven aus Äthiopien sowie grossformatige mit elsässischen Trachten zu sehen, die er für das gemeinsam mit Marc Grodwohl gestaltete Fotobuch «Les Alsaciens» verwendet hatte.



«Ethiopie», Thema der Fotoausstellung von Frantisek Zvardon (links) mit alt Maire Jean Überschlag im Forum der Mairie von St-Louis. Foto J.-P. Lienhard, Basel © 2011

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