Artikel vom 26.02.2008

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Basel - Allgemeines

Mit grosser Fotostrecke

Besucherrekord im Zolli

Wegen des gestörten Swisscom-Internetzugangs von webjournal.ch kommt die Photoreportage vom Ausnahme-Wochenende im Basler Zoologischen Garten vom Freitag, 22., bis Sonntag, 24. Februar 2008, leicht verspätet

Von Jürg-Peter Lienhard



Die Elefanten scheinen sich nicht durch die ungewöhnlich vielen Besucher stören zu lassen. Zumal Elefanten sich besonders im Februar ganz gerne mal von der Sonne ihre runzlige Haut wärmen lassen. Alle Fotos: J.-P. Lienhard, Basel © 2008


So einen Menschenauflauf haben die Tiere im Basler Zolli zumindest im Winter noch nie erlebt: 7458 zahlende Tierliebhaber haben sich an den frühlingshaften Wochenendtagen vom Freitag, 22., bis Sonntag, 24. Februar 2008, von den fast ebenso vielen Tieren bestaunen lassen. Aff und Äfflein, Geiss und Bock - alle Vierbeiner staunten nicht schlecht, was da auf zwei Beinen angeschlurft kam - angeschlurft, weil besonders am Sonntag die Publikumsmassen derart dicht waren, dass sich die Zweibeiner nur im allergemächlichsten Spaziergang bewegen konnten. Was eigentlich noch ganz gut ist, denn durch den Zolli sollte man nicht hetzen: Interessante Tierbeobachtungen brauchen Geduld und Aufmerksamkeit!




In diesen Tagen sind im Zolli riskante Flugmanöver zu sehen. Die Störche kehren aus ihrem Winterurlaub zurück und machen sich für die Brutsaison bereit. Einige von ihnen müssen sich ein komplett neues «Heim» bauen. Ihre Nester wurden über den Winter wegen Absturzgefahr entfernt.

Man konnte sich auch früher schon im Februar einen Sonnenbrand holen - das ist gar nichts Neues. Neu ist hingegen die anhaltende Serie Sonnentage, was die Leute richtiggehend in Frühlingsstimmung versetzte. Für solche Tage hat der Zolli wahrhaft Familien-Qualität, zumal es die Leute im Hochsommer lieber in die Badanstalt zieht, und im Winter - Februar ist nämlich Winterzeit - bleiben sie hinter dem warmen Ofen hocken. Dabei ist der Zolli ein Allwetterpark, wo es viele geheizte Gebäude hat - angefangen vom sensationell attraktiven Vivarium über das Gamboa-Haus bis zu der Menschenaffen-Anlage.

Leider betreibt der Zolli nicht eine Besucherstatistik, so wie Herr Ospel eine für seine Milliardenverluste aufschreiben muss. Aber Tanja Dietrich, die Pressesprecherin des Zolli, glaubt dennoch, dass vor allem der Sonntag, 22. Februar 2008, als rekordverdächtig gilt - zumindest für die Februartage. Denn nebst den 5197 zahlenden Besuchern vom Sonntag, kommen gut und gerne nochmals eine grosse Zahl von nichtzahlenden Kindern sowie von Abonnenten hinzu, die sich solche Tage erst recht nicht entgehen lassen wollen.

Wie «anziehend» solche Schönwetterserien sind, kann man daran erkennen, dass am ebenfalls schönen Freitag erst 540 bezahlte Eintritte gezählt worden waren. Am Samstag dann aber schon 1721, um am Sonntag - zusammen mit Kindern und Abonnenten - auf sicher wesentlich mehr als 6000 Besucher richtiggehend explosiv anzuwachsen.

Dem Zolli tun solche Zahlen gut. Denn vielleicht wissen Sie es nicht: Der Basler Zolli ist eine private Aktiengesellschaft, die von der Stadt keine Subventionen bezieht - dafür günstiger Energie -, Betrieb und Investitionen jedoch vornehmlich durch die Eintritte leisten muss. Immerhin ist ihm in Notzeiten oder nach Schlechtwetter-Perioden auch schon von grosszügigen Zuwendungen seiner Freunde und von Tierfreunden unter die Arme gegriffen worden. Nur: darauf zählen kann der Zolli nicht immer. Darum sind Schönwetterrekorde auch Glückstage für den Zolli…


Alle Fotos: J.-P. Lienhard, Basel © 2008



Ein blau gestreiftes Nashorn - Chagall hätte seine Freude daran gehabt…




Im Zolli gibt es ganz offensichtlich die geschützte «Tierart» Leseratten, die sich auch bei schönstem Sonnenschein nicht davon abhalten lässt, mehr über Tiere und über den Zolli zu erfahren.




Diese Kinder machens genau richtig: Sie vergleichen ihre Unterlagen mit den tatsächlich im Zolli zu erlebenden Tieren. Manch alter Esel ist nicht so interessiert dabei, wie das kleine Mädchen ganz links…




Wieder andere Kinder toben sich auf Kletterbäumen aus - was ja auch im Zolli nicht verboten ist!




Im Dezember 2007 konnte der Zolli die seltene Geburt von fünf Geparden-Buschis melden. Eines davon ist bereits ein Halbstarker und hat, wie das eben in Basel zurzeit Mode ist, schon nichts als Fussball im Kopf…




Sie dürfen einmal raten, wofür diese Leute sich in so eine lange Schlange einstellen…




Erraten: Es sind die berühmten Zolli-Cornets von Gasparini! Gerüchteweise haben wir schon gehört, dass sie sich -minu jeweils nach Rom einfliegen lässt…




Das ist nicht ganz comme-il-faut, Madame: den Leuten die Zunge herausstrecken, auch wenn die noch so neugierig gaffen!




Flamingos können sich eben nicht so gut vor den vielen Leuten verstecken, wie beispielsweise die Biber, die Wölfe oder die Wildhunde. Darum sind Flamingos so attraktiv, auch wenn sie nur gelangweilt auf ihren Stelzen herumstehen und nichts anderes machen, als ihr Gefieder zu putzen.




Lamas sind ganz interessante und erst noch sehr intelligente Tiere - weshalb sie ganz gerne von den Mädchen aus dem Kinderzolli spazieren geführt werden. Im Kinderzolli sind normalerweise Kinder eingesperrt und die Lamas laufen frei herum…




Da bin ich ganz schön angerannt: Winterzeit! Im Winter werden die Seelöwen nicht um 4 Uhr, sondern um halb fünf Uhr gefüttert. Aber das Spektakel ist es wert, diese halbe Stunde mehr zu warten…




Es ist schon eine ziemliche Weile her, dass dieser Geräteschuppen brannte und von der städtischen Feuerwehr gelöscht werden musste. Es ist aber unverständlich, warum der Schuppen noch nicht repariert ist und so einen hässlichen Blickpunkt abgeben muss. Ob die Versicherung nicht bezahlen will?




Von Jürg-Peter Lienhard


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