Artikel vom 03.01.2008

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Basel - Allgemeines

Viele Tiere frieren nicht

Auch im Winter gibt es im Basler Zolli viel zu erleben, und nicht nur das Vivarium ist geheizt

Von Redaktion



Herrlich kalt! So liebens die Pinguine zurzeit auf ihrem täglichen Watschel-Spaziergang…


Die meisten Tiere im Zoo Basel haben keine Probleme mit der Winterkälte, und für alle anderen wird vorgesorgt: In geheizten Ställen wird aufgewärmt oder Felsen mit Bodenheizung sorgen für einen gemütlichen Aufenthalt im Freien. Diesen Winter verzeichnet der Zoo Basel sehr gute Besucherzahlen. Nicht nur menschliche, auch tierische Wintergäste sind bereits gesichtet worden.

Während die meisten Menschen die kalten Feiertage wohl in der warmen Stube verbracht haben, ist im Basler Zolli der eisige Winter eingekehrt. Die meisten Tiere der gemässigten und kalten Zonen stört die Kälte nicht. Die Esels- und Königspinguine dürfen nach ihrem Elf-Uhr-Spaziergang draussen auf der Halbinsel bleiben, und pelzige Tiere wie Bisons oder Tahre zeigen sich gänzlich unbeeindruckt.

Ganz anders die wärmegewohnten Brillenpinguine: Sie leben in der Natur an der afrikanischen Küste und sind froh um ein geheiztes Plätzchen. Den Geparden und Löwen stehen eigens geheizte Felsen als «Bauchwärmer» zur Verfügung, und so verbringen sie die Tage trotz klirrender Kälte im Freien.



Jedem Tierchen sein (Winter-)Pläsierchen…


Als über die Feiertage sämtliche Gewässer zufroren, liessen die Tierpfleger das Wasser im Graben vor dem Löwengehege aus und öffneten jeden Tag die Eisfläche bei den Wölfen. Es sollte ihnen nicht so ergehen wie dem überraschten Rentier, das sich nach einem kurzen Eis-Spaziergang plötzlich auf dem Besucherweg wiederfand.

Während über dem Eis teilweise hektisches Treiben herrscht, verbringen die Rotwangen-Schildkröten darunter wie jedes Jahr gemütlich ihren Winterschlaf. Die Flusspferde halten sich an eisigen Tagen lieber im temperierten Innen-Bad auf und den Elefanten wird mehrmals pro Tag eine Aufwärmrunde im geheizten Stall verordnet. Ihren dünnen Ohrrändern drohen sonst Erfrierungs-Erscheinungen.

Bei den Giraffen ist vor allem bei Rutschgefahr Vorsicht geboten. Bei Glatteis wird ihnen deshalb der Ausgang für einmal gestrichen.

Flamingos haben wie alle Vögel kein Problem mit kalten Füssen. Dank der speziellen Anordnung der Blutbahnen empfinden Vogel-Füsse keinen Frost. Sie werden nur mit kaltem Blut versorgt, so dass der Körper nicht so schnell auskühlt. Schwierigkeiten macht eher die Nahrungsaufnahme. Mit ihrem siebartig aufgebauten Schnabel können Flamingos nur im Wasser fressen, deshalb ist bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt Stallpflicht angesagt.

Die Besucherzahlen über die Festtage zeigen, dass es kein Geheimnis mehr ist, dass auch im Winter im Zolli einiges los ist. Nicht wenige Menschen entfliehen den grauen Wintertagen mit einem Besuch in den tropischen Temperaturen und der bunten Farbenpracht des Vivariums.

Auch tierische Wintergäste besuchen regelmässig den Zolli. Am ersten Tag, an dem die Gewässer der Umgebung zufrieren, stellen sich Störche, Möwen und Wildenten an den gedeckten Tisch der Entenvögel im oberen Weiher. Gerade in diesen Tagen dreht ein schillernder Eisvogel seine Runden entlang der Gewässer.

Von Redaktion


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