Artikel vom 22.04.2007

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Elsass - Allgemeines

Hegenheim hat gewählt

Mit 85 Prozent Wahlbeteiligung brach Frankreich einen Rekord und Sarkozy geht mit 30 Prozent und Royal mit 25 Prozent in die zweite Runde

Von Jürg-Peter Lienhard



Hegenheimer Wähler mit abgesägten Hosen: Der Vorhang in der Wahlkabine reicht eben nicht bis zum Boden… Honny soit quil mal y pense! Alle Fotos: J.-P. Lienhard, Basel © 2007


HEGENHEIM (ELSASS).- Eher ruhig ging es im Wahllokal der «Salle des Fêtes» von Hegenheim am Sonntag, 22. April 2007, zu: Dies, obwohl die Beteiligung an der «Présidentielle 2007» in ganz Frankreich mit 85 Prozent ein Rekord darstellt.



Frau Frisch war die letzte, die ihren Wahlzettel in das blaue Couvert füllte und in die Urne warf.


In die beiden Urnen, die in je einer Hälfte des Festsaals, oder sagen wir links und rechts des Foyer-Eingangs, aufgestellt waren, wurden zwar noch kurz vor 18 Uhr einige wenige der blauen Couverts geworfen. Doch dann war offiziell Wahlschluss.

Patricia Schillinger, oberelsässische Senatorin und Maire-Adjointe, Raymond Gesser, Maire Honoraire und Paul Ricci, Premier Maire-Adjoint machten sich sofort ans Werk, öffneten die Schlösser an den Plexiglas-Urnen und kippten den blauen Inhalt auf einen grossen Tisch, wo weitere Wahlhelfer beim Auszählen halfen.

Hegenheim hatte so sehr rasch seine Resultate beisammen - noch vor den grossen französischen Metropolen, wo die Wahllokale erst um 20 Uhr schliessen.

Gleichwohl konnten die französischen elektronischen Medien - Radio und Fernsehen - bereits um 20 Uhr die ersten erstaunlichen Hochrechnungen bekanntgeben: Nicolas Sarkozy mit rund 30 Prozent der Stimmen und Ségolène Royal mit zirka 25 Prozent schafften es auf Anhieb in die zweite Runde, die am 6. Mai 2007 darüber entscheidet, wer von den beiden auf dem Präsidentensessel sitzen wird.

Überraschung auch, was die Position der Mitbewerber betrifft: Entgegen allen Vorabsondierungen konnte der Rechtsaussen Jean-Marie Le Pen nur gerade 11,5 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen, und auch François Bayrou, dem als bürgerlicher Störenfried gewisse Chancen zugesprochen worden waren, gelang mit immerhin 19 Prozent der Stimmen ebenfalls nicht der Sprung in die zweite Runde.

Mehr Resultate dürften am Sonntag, 22. April 2007, nicht vor 22 Uhr zu erwarten sein - wenn dann die meisten Ergebnisse ausgewertet sind.



«Endspurt» kurz vor Urnenschluss um 18 Uhr…




«Bureau» ist vielleicht etwas viel gesagt, aber Bureau heisst auf Französisch auch Bürotisch…




Jetzt gehts ans Eingemachte: Ehrenbürgermeister Gesser schliesst die Urne auf.




Und unverzüglich gehts an die Arbeit, ans Auszählen: Senatorin Schillinger lässt sich nicht zweimal bitten…




Die Beigelein sind schön geordnet und gerecht verteilt - was drin ist, entscheidet mit, wer ins Elysée einziehen soll…


Von Jürg-Peter Lienhard


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