Artikel vom 28.06.2006

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Basel - Allgemeines

Wo Sex ohne Sex funktioniert…

Panoptikum der Natur-Launen: Neue Themenanlage «Australis» im Zoo Basel eröffnet

Von Redaktion



Die Idylle vom anderen Ende des Erdballs: Aussengehege der neuen Zolli-Anlage für Tiere aus Australien. Fotos: Zoo Basel © 2006



thj.- «Australis, Biologie von der anderen Seite des Erdballs» - unter diesem Motto eröffnete der Basler Zolli am Mittwoch, 28. Juni 2006, eine neue Themenanlage mit Kängurus, Buschhühnern, Baumpythons, Geckos und anderen Terrarientieren. Eine kleine Ausstellung ermöglicht spannende Einblicke in die einzigartige Fortpflanzungsweise der Beuteltiere Australiens.

«Australis», so heisst die neue Themenanlage im Zoo Basel, die ab 29. Juni 2006 für Besucher offen steht. Im umgebauten ehemaligen Bongostall und auf der neugestalteten Aussenanlage leben Westliche Graue Riesenkängurus zusammen mit Buschhühnern. Die Terrarien werden von Geckos, Schwarzen Witwen, Agakröten, Stabschrecken und Baumpythons bevölkert. Mit einer Plakataktion wirbt der Zolli für das Haus, das Biologie von der anderen Seite zeigt.

Das Haus Australis widmet sich dem Thema Fortpflanzung. So vielgestaltig die Tierwelt ist, so unterschiedlich sind auch ihre Möglichkeiten, Nachwuchs zu erzeugen. Die Fauna Australiens ist – durch seine erdgeschichtliche Vergangenheit – andere Wege gegangen als der Rest der Welt. Hier leben Beuteltiere.



Wenn man schon auf der anderen Seite der Welt geboren worden ist, dann muss auch die Kinderstube aus dem Rahmen fallen…



Kängurus übernehmen die Rolle grosser Huftiere, Opossums (oder Beutelratten) sind die Nager Australiens. Neugeborene Beuteltiere wie die Riesenkängurus kommen extrem früh zur Welt und sind winzig klein. Nur ihre Vordergliedmassen sind gut entwickelt, da das Junge nach der Geburt aus eigener Kraft zu den Zitzen im Beutel der Mutter krabbeln muss.

Diesen und anderen aussergewöhnlichen Aspekten der Beuteltierfortpflanzung widmet sich eine Ausstellung im Haus. Mit Illustrationen, Kurzfilmen und Objekten vermittelt sie kurz und eingängig und teilweise mit einem Augenzwinkern die Biologie «von der anderen Seite des Erdballs».

Die Kängurugruppe, die auf Australis eine neue Heimat gefunden hat, lebt seit 1908 im Zoo Basel und hat schon für weit über 100 Jungtiere gesorgt. Ihre ehemalige Anlage gegenüber dem Elefantenhaus wird vorübergehend mit Muntjak-Hirschen besetzt.



Das ist sie jetzt, die Madame Fingerschuppengecko, die die Männer um die schönsten Augenblicke ihres Daseins bringt - Kunststück, wenn man von dort stammt, wo alle auf dem Kopf herumlaufen.



Mit der Themenanlage Australis werden die Kängurus zum ersten Mal in Gemeinschaftshaltung mit einer anderen Tierart, den Buschhühnern, gehalten. Auch die Buschhühner, die ihre Eier nicht mit ihrer Körperwärme, sondern in einer Art Komposthaufen ausbrüten, und alle anderen Tiere der neuen Themenanlage haben spannende Fortpflanzungsvorlieben: Agakröten, zum Beispiel, legen Zehntausende von Eiern, der Spinnenmann der Schwarzen Witwe bietet seiner Frau sein Hinterteil zum Hochzeitsmahl an, und das Weibchen der Schuppenfingergeckos kann bei der Fortpflanzung gleich ganz auf Männer verzichten.

Die Erstellung der Themenanlage wurde ermöglicht durch die grosszügige Unterstützung von Novartis. Mit ihrem Beitrag ist ein wesentlicher Teil der Entstehungskosten für das neue australische Kleinod im Zolli gedeckt.



Kein Ornament, kein Schnörkel wie in den alten Zolli-Bauten aus der Gründerzeit, sondern nüchterne Linien, beherrschen die Innenarchitektur des Australien-Pavillons.

Von Redaktion


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