Artikel vom 23.05.2006

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Basel - Allgemeines

Mit angefügtem Kommentar

Fall 26: Wieder Banken als Mittäter bei Alten-Betrug

Erneut Rentnerinnen um sehr grosse Geldbeträge betrogen

Von Redaktion



«Wir sind für die Kunden da», lügt Bank-Werbung unverfronen «menschlich». Doch die Wirklichkeit am Bankschalter sieht anders aus: Da arbeiten zu Robotern dressierte Beamte, denen die Arbeitsplatz-Furcht im Nacken sitzt, was sie blind für Menschliches macht. Supergewinne machen auch die Bank-Bosse blind für Menschliches, weshalb das in ihren Geldläden kein Thema ist und miese Betrüger von alten Leuten anzieht, wie der Kuhfladen die Schmeissfliegen. Bild: Roboter-Bank.



BASEL. staba/jpl.- Am 18. und am 22. Mai 2006 wurden in Basel erneut zwei Rentnerinnen im Alter von 79 und 72 Jahren telefonisch von einem Mann kontaktiert, welcher vorgab, ein langjähriger Bekannter bzw. Verwandter zu sein. Der Anrufer ersuchte die Rentnerinnen jeweils eindringlich, ihm kurzfristig Geld für die Anzahlung einer Eigentumswohnung zu leihen.

Diesem Ansinnen kamen die beiden Frauen nach und bezogen sehr grosse Geldbeträge bei ihrer Bank. Im ersten Fall hob eine Rentnerin 130'000 Franken und im zweiten Fall 120'000 Frnken ab. Im Verlauf des Tages erschien eine Frau, welche im Auftrag des Anrufers das Geld bei den Rentnerinnen abholte. Die versprochene Rückzahlung des Darlehens blieb natürlich aus.

Leider handelt es sich hier nicht um Einzelfälle. Seit Februar 2006 ermittelt das Kriminalkommissariat in 26 Fällen mit dem gleichen Tatvorgehen, wobei die Täterschaft immer vorgibt, die angerufene Person zu kennen oder mit ihr sogar verwandt zu sein, um so das Vertrauen zu erschleichen. Bei den 26 Straftaten wurden durchwegs ältere Menschen gesamthaft um rund 670'000 Franken betrogen.

Im vorliegenden Fall wird folgende Person gesucht:
Unbekannte, ca. 40 Jahre alt, ca. 165 cm gross, lange, gewellte blonde Haare, ungepflegte Erscheinung, trug Bluejeans und beiges T-Shirt sowie helle Windjacke, sprach Hochdeutsch.


Kommentar von J.-P. Lienhard

Es ist unglaublich: Trotz Publikation auf webjournal.ch lassen Bank-Verantwortliche ihren Robotern und Vollidioten an den Schaltern weiterhin freie Hand! Betagten Leuten, die plötzlich und ohne erkennbaren Grund, Riesensummen von ihren mit saurer Arbeit angehäuften Sparkonten am Schalter verlangen, das Geld in grossen Noten bar über die Tresen ihrer vornehmen Institute schieben - das gehört eben so kriminell geahndet, wie man den sehr erfolgreichen Betrügern nun ebenfalls dringend auf die Spur kommen sollte!

Es handelt sich offenbar um eine gut organisierte Täterschaft, die irgendwie eine Methode herausgefunden hat, womit sie erfolgreich alte Leute beobachten, gewissermassen ihr Erspartes riechen und via den öffentlich zugänglichen Recherchemitteln wie Internet, elektronisches Telefonbuch und Observation von Bankschaltern sich spielend die Informationen beschaffen, die sie für ihre miese Betrugsabsicht benötigen. Vielleicht sitzen auch sogenannte Maulwürfe, Mittäter, in den Bank-Schaltzentralen, wo sie ihre Beobachtungen und Kenntnisse den Kriminellen zuschanzen.

Und da helfen die Herren Bankdirektoren mit, indem sie immer noch nicht sich aus dem hochdotierten Chefsessel erheben und ihre Schalter-Beamten, die sie zu vollidotischen Robotern dressiert haben, nun endlich dazu anhalten, ihr letztes Bisschen menschlichen Grips anzustrengen, wenn ein altes Mammeli oder ein greiser Babbeli Hunderttausende abhebt! Unverständlich ist auch, warum die Staatsanwaltschaft nicht bekannt gibt, um welche Roboterbanken es sich handelt - schon nur diese Information könnte weiteren Schaden verhindern, indem die Banken, die schlechte Reklame fürchten wie der Teufel das Weihwasser, endlich handelten!

Sich auf die Strafprozessordnung zu berufen, ist bei solch einer kriminellen Pandemie nichts anderes als feige, ist Beamten-Chauvinismus und entbehrt jeglicher Zivilcourage! Ich bin sehr überzeugt davon, dass jedes Gericht zu einer Interessenabwägung fähig ist: Den Ruf einer Automatenbank zu «schädigen» oder miesem Alten-Betrug Einhalt zu bieten! Wenn da die Banken nicht mitmachen, gehören sie an den öffentlichen Pranger!

Von Redaktion

Für weitere Informationen klicken Sie hier:

• Lesen Sie die Hintergrund-Berichte auf webjournal.ch, Artikel 2

• Lesen Sie ein Beispiel eines exemplarischen Falles (auf webjournal.ch), Artikel 1


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