Artikel vom 17.02.2004

Druckversion

Zolli

Tod und Neugeburt

Das neugeborene Giraffenkind kann jetzt bestaunt werden.

Von Redaktion



Das neugeborene Giraffenmädchen heisst Bangi, denn das Jahr 2004 ist im Zolli das Jahr des Buchstabens «B».

BASEL. zoo.- Rund sechs Wochen nach dem überraschenden Tod der kleinen Zahiri ist am 7. Februar 2004 im Basler Zolli ein gesundes Masai-Giraffenmädchen zur Welt gekommen.

Die Mutter Tamaa, selbst noch jung und unerfahren, war anfänglich sehr nervös und schreckhaft. Die Türen des Antilopenhauses blieben deshalb bis jetzt geschlossen. Doch inzwischen hat sich Bangi zu einem zufriedenen, regelmässig trinkenden Giraffenkind gemausert. Ihre Ruhe hat auch eine besänftigende Ausstrahlung auf die Mutter.

Geburt mit hoher Sturzgefahr

Giraffenmütter gebären im Zolli gewöhnlich nachts, wenn es ruhig ist im Garten. Der Tierpfleger bereitet schon Wochen vor dem Geburtstermin im Stall eine dicke Matratze aus Stroh, Heu und Mist vor, einerseits, um den hohen Fall zu dämpfen und andererseits, um sicherzustellen, dass das Junge bei den ersten Aufstehversuchen nicht ausrutscht - mit diesen langen Beinen ist Aufstehen selbst auf sicherem Boden schon schwierig genug.

Kopf voran ins Leben

Aber natürlich hat auch die Natur vorgesorgt, um einen harten Aufschlag zu vermeiden. Das Junge wird Kopf voran geboren. Der breite Schultergürtel verhindert erst mal eine Sturzgeburt. Aber auch wenn die Schultern draussen sind, «flutscht» das Junge nicht einfach heraus, sondern es bleibt noch mal kurz an der Hüfte hängen, nur um dann ganz sanft auf den Boden hinabzugleiten.



Dann dauert es schon eine halbe Stunde oder länger, bis die Tücken der Schwerkraft einigermassen überwunden und die langen Beine unter Kontrolle sind. Erst jetzt kann die Suche nach der Milchquelle losgehen. Bangi hat alle diese Klippen erfolgreich umschifft. Sie ist ab sofort täglich im Antilopenhaus zu sehen, ausser über Mittag, da bleibt das Haus von 12 bis 13.30 Uhr geschlossen.

Blutvergiftung war Todesursache von Zahiri

Am 21. Dezember 2003 war im Basler Zolli die vierzehn Monate alte Giraffenkuh Zahiri unerwartet gestorben, ohne vorher Krankheitszeichen gezeigt zu haben. Gemäss einer Untersuchung war der Tod auf eine Blutvergiftung durch Bakterien oder Bakterientoxine zurückzuführen gewesen.



Das Zolli-Direktions-Triumvirat diskutierte schon vor zwazig Jahren (Bild: im Antilopenhaus von links: Wackernagel, Rüedi, Studer), ob es der Presse bei unvorhergesehenen Ereignissen Pressebilder zur Verfügung stellen will - wie das jede Institution tut, die ein Interesse an der Bekanntmachung ihres Erfolges oder ihrer Tätigkeit hat. Die Diskussion hat auch am Dienstag, 17. Februar 2004, noch kein Ergebnis gezeigtig, so dass wir den Rat des Publicity-Verantwortlichen der Basler Zoologischen Garten AG, Gerry Guldenschuh, befolgten, und wir uns selbst irgendwo auf der Welt Bilder eines Giraffen-Buschis besorgten. Den Lesern des webjournals.ch können wir darum nur raten, sich mit ihrer Phantasie zu behelfen: das neue Giraffen-Mädchen im Basler Zolli ist «typähnlich» mit dem abgebildeten… Sorry, liebe Zolli-Freunde! (jpl). Archivbild 1983: J.-P. Lienhard, Basel © 2004

Von Redaktion


Klicken Sie hier, wenn Sie fortan bei neuen Artikeln dieses Autors benachrichtigt werden wollen!


Anzeige:

PlagScan



Nach oben


Copyright © 2003 by webjournal.ch

 

Die Funktion Newsletter ist wegen Spam blockiert. Schreiben Sie eine Mail an info(ad)webjournal.ch mit dem Betreff: «Bitte newsletter zusenden» Besten Dank für Ihr Verständnis.