Artikel vom 06.03.2006

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Basel - Allgemeines

Fotoromanza mit Morgenstreich-Impressionen

Basel im Schnee

Trotz Schneebergen hat der Basler Morgenstreich stattgefunden, weil ein ganzes Regiment von Schneeschauflern die Innenstadt säuberte und die Weisse Pracht einfach in den Rhein kippte…

Von Jürg-Peter Lienhard



Die Sonntags-Schaufler vom Dienst in Aktion - immerhin nicht zu unchristlicher Zeit um halb sechs Uhr morgens, sondern um halb sechs Uhr des Abends am Sonntag, 5. März 2006.


Seit 1963 hat es in Basel nicht mehr so viel Schnee aufs Mal gegeben, wie am Wochenende vom 4./5. März 2006. Während die Innenstadt für Morgenstreich und Fasnachts-Umzüge schneefrei geschaufelt wurde, stecken die Aussen- und Peripherie-Quartiere immer noch unter einer tiefen Schneedecke. Wer sein Auto auf der Strasse stehen hatte, musste es zuerst ausgraben - oder überlässt es seinem Schicksal bis zur nächsten Schneeschmelze… Hier einige Stimmungsbilder vom Sonntag, 5. März 2006 (alle Fotos: J.-P. Lienhard, Basel @ 2006; Foto vom Basler Feuerwehrmann: Polizei Basel).



Der Schneemann-Skulpteur heisst Vinzenzo Basso und hat sich schon um 9 Uhr am Montag, 6. März 2006, per Mail höchst ungeduldigt erkundigt, wann das Bild von ihm und seinem «letzten Patienten aus Schnee» auf webjournal.ch aufgeschaltet sei: Der «Schnee-Patient» sei eine Anspielung auf den im Hause wohnenden Psychiater. Ob es auch dessen Garagetür ist, wovor der Schneeberg aufgehäuft wurde, habe ich dummerweise nicht gefragt.




Überall gingen «Künstler» ans Werk und schufen mit dem reichlich vorhandenen Material überraschend originelle Skulpturen. Diese Schneefrau hat denn alles dran, was zu einer Frau gehört - nämlich auch Ohren…




Und auch dieses Gruppenbild muss mindestenns eine Dame enthalten, wenngleich die Ohren nicht so gut zu erkennen sind…




Basels Peripherie hat auch ohne Schnee immer wieder romantische Ecken, wenngleich gleichwohl das Hässliche in Beton dominiert - doch mit Schnee ists richtig poetisch.




Hier fehlte noch die Weihnachtsbeleuchtung, dann wäre die Weihnachtsstimmung perfekt. Warum schneit es denn nie an Weihnachten? Bon, Schnee am Morgenstreich ist auch eine Novität…




Die Innenstadtbewohner muss man bedauern: Fällt ein einziges Schneeflöcklein, beginnen die wie hysterisch schon um halb sechs in der Frühe zu kratzen und zu schippen. Dabei gibts nichts Schöneres, als eine Winterlandschaft - die ist dann eben der Landschaft vorbehalten.




Wo kein Kläger ist, ist auch kein Richter: Den Automobilisten hätte ich gerne gesehen, der sich hier auf den reservierten Parkplatz durchgraben wollte.




Da wird immer zuerst die weisse Pracht vernichtet: eine Shell-Tankstelle, deren Flachdach trotz tonnenschwerer Schneedecke (noch) hält. Das Dach der Filiale an der Burgfelderstrasse jedenfalls hielt nicht stand und kippte auf das Auto einer Kundin. Zum Glück war die aber grad im Kiosk drin am Bezahlen…




Der muss warten bis zur nächsten Schneeschmelze: Was nicht von oben kam, kam vom schipppenden Nachbarn - so sind halt die Leut heut…




Auch Bäume sind wegen der Klimaerwärmung, der Gletscherschmelze nicht mehr an Schnee, nicht mehr an diese Schneemassen gewöhnt, weswegen dummerweise der Verkehr ihnen zum Opfer fällt…




Dann kommt die Basler Feuerwehr und freut sich über das Gratis-Cheminée-Holz und wir mit ihr, weil diese Foto gut gelungen ist…




Ja, und dann wurde es Montag, 6. März 2006, vier Uhr…




Sieht aus wie jeder Morgenstreich, wie jeder Morgenstreich ohn Schnee…




Schneeweiss war lediglich der «Wir sind Papst»…




…und so siehts gegenwärtig im Basler Zolli aus - bei dieser Affenkälte…(Foto Zolli/Jermann)




Von Jürg-Peter Lienhard


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