Artikel vom 13.02.2006

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Basel - Allgemeines

Löwenbuschis im Basler Zolli

Erstmals kann das Publikum den ersten Löwennachwuchs in der neuen Anlage im Zoo Basel bewundern

Von Redaktion



Gut gebrüllt Löwe! Noch tönts erst wie ein «Miao», aber bald ist nicht mehr mit ihm zu spassen: Er und sein Geschwisterchen dürfen schon ins Freie, obwohl sie noch keinen Namen haben.



BASEL. zoo.- Geboren sind sie schon am 22. Dezember, aber erst seit Samstag, 11. Februar 2006, tapsen die beiden, noch namenlosen, Löwenkinder unter den wachsamen Augen ihrer Mutter, ab und zu über die Anlage.

Im Gegensatz zum im Sommer 2005 erstgeborenen, nicht lebensfähigen Jungen von Mutter Okoa (3), entwickeln sich die beiden aus dem zweiten Wurf prächtig. Aus den blinden und hilflosen Babys sind aufgeweckte Löwenkinder geworden. Die Kleinen werden von ihrer Mutter noch gesäugt und werden vorerst noch viel Zeit im Stall verbringen. Spielerisch beginnen sie sich aber schon jetzt über die von den Erwachsenen auf der Aussenanlage liegengelassenen Knochen herzumachen. Seit der Geburt der Löwenkinder zeigt sich das Rudel nur noch selten. Deshalb ist das muntere Geschwisterpaar nur mit viel Glück zu sehen.

Die drei erwachsenen Zolli-Löwen Okoa, Cora (3) und Mbali (3) stammen aus Pilanesberg und Madikwe, Naturreservate im Nordwesten Südafrikas. Dort wurden gesunde Löwen aus Namibia angesiedelt. Diese vermehrten sich derart stark, dass Tiere abgegeben werden mussten. Einige dieser Tiere wurden als Grundstock für eine Erhaltungszucht in Zoos gegeben – eine Vorsichtsmassnahme, falls der Wildpopulation etwas zustossen sollte.

Die Herkunft der meisten in Zoologischen Gärten gehaltenen Löwen ist nicht bis zu ihrem Ursprungsland zurückzuverfolgen. Während Jahrzehnten wurde mit Tieren gezüchtet, die nach menschlichem Ermessen ausgesucht wurden. Besonders beliebt waren robuste, grosse Löwen mit grosser Mähne. Bei der Auslese gingen typische Merkmale bestimmter geografischer Löwenpopulationen verloren.

Es ist ein Ziel der Welt-Zoo und Aquarium-Naturschutzstrategie, die wenigen in den Zoos für grosse Raubkatzen zur Verfügung stehenden Plätze möglichst mit Vertretern gefährdeter Arten zu belegen. Erhaltungszuchtprogramme werden die Koordination übernehmen und darüber wachen, dass Inzuchterscheinungen vermieden werden.

Von Redaktion


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