Artikel vom 29.01.2004

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Statistik

Nur noch 188‘000 wohnen in Basel

Einwohnerzahl im Jahr 2003 im Kanton Basel-Stadt blieb stabil

Von Redaktion



Auch wenn die gif-Grafik eine geringe Auflösung aufweist, ist die Kurve der Bevölkerungsstatistik seit 1973 gleichwohl deutlich: Mit Basel gehts abwärts - kein Wunder, dass Basel «anders tickt»! Zumal beim daraus folgernden Radikal-Sparen…Grafik: Statistisches Amt Basel.

BASEL. stat.- Die Bevölkerungsbilanz 2003 für den Kanton Basel-Stadt zeigt vorläufig einen Rückgang um 106 Personen auf genau 187‘909 Einwohner. Die Zahl der Schweizer verringert sich um 1189 und jene der Ausländer erweitert sich um 1083, wie das Statistisches Amt Basel in seinem Mediencommuniqué vom Donnerstag, 29. Januar 2004 mitteilt.

Im Jahr 2002 ist die Einwohnerzahl nach den damaligen provisorischen Zahlen noch um 355 gestiegen, wobei 1238 Schweizer weniger, aber 1593 Ausländer mehr gezählt wurden.

Der Rückgang um 106 Personen ist für das Jahr 2003 nur ein vorläufiges Ergebnis. Er wird sich höchstwahrscheinlich in eine schwache Bevölkerungszunahme um etwa 100 Personen umwandeln. Der Grund liegt darin, dass aufgrund von Erfahrungswerten noch mit zirka 200 «Rückgängigmachungen einer Abmeldung» gerechnet wird.

Angespannte Konjunktur trägt zur Stabilität bei

Damit ist die Bevölkerungszahl von Basel-Stadt über die letzten zwei bis drei Jahren relativ stabil bis leicht zunehmend. Eine vergleichbare Entwicklung war letztmals Anfang der neunziger Jahre zu beobachten. Der Hauptgrund für die momentane Stabilität dürfte die relativ angespannte konjunkturelle Wirtschaftslage sein, die den seit Jahrzehnten zu beobachtenden Trend der Haushalte nach mehr Flächenverbrauch momentan leicht bremst.

867 Eheschliessungen, 1637 Lebendgeborene und 2435 Gestorbene weichen nicht mehr als 2 Prozent von den Vorjahreswerten ab, wobei auch hier die endgültigen Zahlen erst später vorliegen werden. Weiter wurden 1232 Ausländerinnen und Ausländer eingebürgert, rund 10 Prozent weniger als 2002.

Türken nehmen ab, weil eingebürgert

Von den rund 55400 Ausländerinnen und Ausländern am Jahresende 2003 machen die Staatsangehörigen der achtzehn EU-und EFTA-Staaten zirka 27‘500 oder 49,7 Prozent aus, gegenüber zirka 27‘000 und ebenfalls 49,7 Prozent Ende 2002. Mit 740 fallen fast 70 Prozent des Anstiegs auf die Deutschen, gefolgt von 62 Briten und 49 Portugiesen. Deutliche Abnahmen zeigen Italiener (313), Spanier (146) und - einbürgerungsbedingt - Türken (148). In der Summe ist damit die Zunahme des Ausländerbestandes zu 47 Prozent auf die achtzehn Staaten zurückzuführen, mit welchen das Personenfreizügigkeitsabkommen am 1. Juni 2002 in Kraft getreten ist.

561 zusätzliche Ausländerinnen und Ausländer (53 Prozent der Zunahme) stammen nicht vom EU-/EFTA-Raum, sondern aus China (115), Thailand (56), Mazedonien (55), den USA (46) und Indien (44).

Deutsche nehmen zu

Bereits 2002 haben die Deutschen mit 838 Personen fast die Hälfte des damaligen Zuwachses an Ausländerinnen und Ausländern gestellt, gefolgt von 192 Portugiesen und 119 Briten. Die Abnahmen bei Italienern, Spaniern und (allerdings minim) bei den Türken waren schon 2002 zu beobachten. Damals kamen sogar 771 zusätzliche Ausländerinnen und Ausländer von ausserhalb des EU-/EFTA-Raums nach Basel-Stadt, mit Schwerpunktländern Mazedonien, USA und China.

Von Redaktion


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