Artikel vom 07.11.2005

Druckversion

Basel - Allgemeines

Durchgeknallt in Polizeiposten geknallt

Was ging wohl in diesem Autofahrer vor? Die Basler Polizei meldet Seltsames, Bedenkliches und Erfreuliches

Von Redaktion

Die Diensthabenden der Polizeiwache «Kannenfeld» in Basel wurden am Montagmorgen, 7. November 2005, jählings aus ihrer Arbeit aufgeschreckt: Ein Smart-Automobil krachte mit voller Wucht in das Gebäude. Jeder zehnte Automobilist überschritt bei einer Geschwindigkeitskontrolle in Riehen die maximal zulässige Höchstgeschwindigkeit. Und erfreut zeigt sich die Basler Hermandad über die «tolle und mehrheitlich problemlos verlaufene Herbschtmäss». Drei Tagesmeldungen der Polizei.

Der junge Mann war voll durchgeknallt, als er am Montag, 7. November 2005, um zirka 8.40 Uhr, seinen Smart mit Vollgas in die Quartier-Wache Kannenfeld prallen liess. Dabei ging er ohne Rücksicht auf Verluste gründlich vor: Zunächst rammte er ein davor pakiertes Auto, fuhr ein abgestelltes Töffli über den Haufen und beschädigte ein Velo.

Dann stieg er aus und erklärte den erschrockenen Beamten, er habe den Unfall absichtlich verursacht. Zuvor war er einer Polizei-Patrouille entwischt, der seine übersetzte Geschwindigkeit auffiel - zu spät allerdings… Nun wird in der Psychiatrischen Klinik sein Gesundheitszustand abgeklärt.

Gut 10 Prozent fuhren zu schnell

Während zweier Stunden am selben Montagmorgen, 7. November 2005, hat die Basler Kantonspolizei den von Riehen Richtung Bettingen fahrenden Verkehr einer Geschwindigkeitskontrolle unterzogen. Die Fahrzeuge, die schneller als mit den erlaubten 40 km/h unterwegs waren, wurden auf den Parkplatz der Badi Bettingen gewiesen und dort näher kontrolliert.

Von den erfassten 324 Fahrzeugen überschritten 35 die erlaubte Höchstgeschwindigkeit. Der Schnellste war mit 56 km/h unterwegs. Zudem kam es zu elf Ordnungsbussen wegen nicht getragener Sicherheitsgurten, nicht mitgeführter Ausweise etc.

Eine tolle und mehrheitlich problemlose Mäss

Erfreuliches meldet die Polizei hingegen zur grössten «Chilbi» der Schweiz, der Basler Herbschtmäss: Basel hat ein weiteres Mäss-Wochenende wie im Bilderbuch erlebt. Auf allen Messeplätzen herrschte ein Grossandrang, und es klingelten die Kassen wie verrückt.

Die diesjährige Herbstmesse bescherte die Polizei keine unlösbaren Probleme: Deren permanente Präsenz auf den Messeplätzen hat dazu geführt, dass manch ein sich anbahnender Konflikt im Keime erstickt werden konnte. Dies gelang aber nicht immer.

So kam es am Samstagabend, 5. November 2005, auf dem Kasernenareal zu einer Prügelei grösseren Stils zwischen vier Jugendlichen, in deren Verlauf eine eingreifende Polizistin leicht verletzt wurde.

Ansonsten, so schreibt die Polizei, verlaufe die Messe in geordneten Bahnen, was auch die Zahlen der Statistik bei Halbzeit belegen: Bisher kam es bei 432 Personenkontrollen zu elf Festnahmen. Es wurden bis Montagmorgen, 7. November 2005, je zehn Diebstähle und zehn Taschendiebstähle angezeigt sowie 46 kurz- oder längerfristig an der Messe «verloren» gegangene Kinder - sie sind alle wieder vermittelt worden.

Von Redaktion


Klicken Sie hier, wenn Sie fortan bei neuen Artikeln dieses Autors benachrichtigt werden wollen!


Anzeige:

PlagScan



Nach oben


Copyright © 2003 by webjournal.ch

 

Die Funktion Newsletter ist wegen Spam blockiert. Schreiben Sie eine Mail an info(ad)webjournal.ch mit dem Betreff: «Bitte newsletter zusenden» Besten Dank für Ihr Verständnis.