Artikel vom 22.01.2004

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Verkehr

Velounfälle haben zugenommen

Im Jahr 2003 nur noch ein leichter Rückgang der Unfallzahlen - Immer mehr Unfallverursacher geben Fersengeld

Von Redaktion



BASEL.- Im Kanton Basel-Stadt ist die Zahl der Verkehrsunfälle im vergangenen Jahr nur leicht zurückgegangen. Die Polizei rapportierte 2010 Unfälle, was gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang von knapp einem Prozent entspricht. Zugenommen haben aber die Verkehrsunfälle, bei denen Velofahrer und Fussgänger beteiligt waren. Die Zahl der Verletzten blieb mit 659 auf dem Niveau des Vorjahres. An den Folgen von Verkehrsunfällen starben 2003 sieben Menschen.

Die Auswertung der Verkehrsunfälle im Kanton Basel-Stadt zeigt ein klares Bild. Die Gesamtzahl der polizeilich aufgenommenen und somit erfassten statistischen Verkehrsunfälle hat im Jahr 2003 mit 2010 einen Tiefstand erreicht. Mit einem Rückgang von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr (-8,8 Prozent) hat sich dieser aber markant verringert. In 1433 Fällen blieb es letztes Jahr bei Sachschaden (-1,5%), 577 Unfälle forderten Verletzte und leider auch Todesopfer. Der Sachschaden beläuft sich auf insgesamt 9,6 Millionen Franken (Vorjahr 9,8 Mio.).

Sieben Tote - einer weniger als im letzten Jahr

Bei Verkehrsunfällen starben im vergangenen Jahr sieben Personen, eine weniger als im Vorjahr. Tödliche Verletzungen erlitten drei Fussgängerinnen. Ein Velofahrer wurde von einem rechtsabbiegenden Lastwagen überfahren; eine Velofahrerin kam zu Fall wegen einer unvorsichtig geöffneten Autotüre und erlitt dabei tödliche Verletzungen. Ein Motorradfahrer wurde von einem Auto erfasst, dessen Lenkerin das Rotlicht missachtet hatte, und ein Autofahrer starb als Folge plötzlich auftretender gesundheitlicher Probleme am Steuer vor einem Rotlicht. Alle Todesopfer waren Erwachsene.

Die Zahl der verletzten Personen erhöhte sich leicht von 651 auf 659 Personen; 133 davon erlitten schwere Verletzungen (Vorjahr 131).

Markanter Anstieg der Velo- und Fussgänger-Unfälle

Die Zahl der Velounfälle ist markant um 14,3 Prozent und jene der Fussgängerunfälle um 8,7 Prozent gestiegen. Bei 184 Velounfällen wurden 145 Velofahrer verletzt und zwei getötet. Die Zahl der verletzten Fussgänger beläuft sich auf 111, drei erlitten tödliche Verletzungen. Auch die Zahl der Kinderunfälle ist gestiegen und zwar von 28 auf 36 (plus 28,6 Prozent). 33 Kinder wurden dabei verletzt. Seit 1994 gab es auch im letzten Jahr kein tödlich verletztes Kind.

Auf der Autobahn ereigneten sich 112 Unfälle (minus 8,9 Prozent), wobei 32 Personen verletzt wurden (33).

Alkohol-Prävention greift offenbar

Markant ist der Rückgang der Unfälle, die auf Alkoholeinwirkung zurückzuführen sind. Mit 98 (136) haben sie gegenüber dem Vorjahr um gegen 28 Prozent abgenommen. Fünf (12) Unfälle ereigneten sich unter Drogeneinfluss, und acht (10) sind auf Medikamente zurückzuführen. Bei diesen Unfällen erlitten 32 Personen Verletzungen (45).

40 Prozent der Unfallverursacher hauen ab!

Der Anteil der Unfälle mit pflichtwidrigem Verhalten hat weiter zugenommen und ist mit rund 40 Prozent erschreckend hoch. Fahrzeuglenker machten sich bei 807 Unfällen aus dem Staub. Besonders verwerflich sind dabei die 35 Führerfluchten, bei denen angefahrene und verletzte Personen im Stich gelassen und somit bewusst mögliche Todesfolgen in Kauf genommen wurden.

Positiver Trend verlangsamt fortgesetzt

Der generell positive Trend in der Entwicklung der Unfallzahlen der letzten Jahre hat sich auch im Jahre 2003 fortgesetzt, wenn auch deutlich verlangsamt. Dies ist nicht zuletzt bei den Anstrengungen in Bereich Prävention zurückzuführen. Die Polizei kann nur in einem bedingten Mass das Umfeld zu einer weiteren positiven Entwicklung der Unfallzahlen bieten. Viel stärker beeinflusst wird die Entwicklung der Unfallzahlen durch das Verhalten der einzelnen Verkehrsteilnehmer. Mit mehr Vorsicht, weniger Egoismus, mit gegenseitiger Rücksichtnahme und dem notwendigen Verantwortungsbewusstsein könnten noch viele Unfälle mit ihren oft gravierenden Folgen vermieden werden.

Von Redaktion


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