Artikel vom 02.05.2005

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Tiere

Polizei auf Straussenjagd

Laufvögel brachten einen ganzen Trupp der Basler Hermandad ins Schwitzen

Von Redaktion



Können schneller secklen als die Polizei erlaubt: Nandus.



BASEL. pol.- Für einmal war bei der Basler Kantonspolizei Vogel-Strauss-Politik gefragt - und dies im wörtlichen Sinne. In Bettingen mussten am Montag, 2. Mai 2005, drei geflüchtete Straussenvögel eingefangen werden. Acht Mitarbeiter und zwei Stunden harte Arbeit waren erforderlich, um die Flüchtlinge wieder ihrem Besitzer übergeben zu können.

Im Grenzgebiet Bettingen/Deutschland wird ein kleines Tiergehege betrieben. Der Besitzer hält auf Schweizer Seite mehrere Alpakas, eine südmerikanische Lama-Art, und auf deutschem Gebiet drei Nandus, eine kleinere Straussen-Art. Letztere begaben sich am Montagmorgen, 2. Mai 2005, gegen den Willen ihres Besitzers auf Wanderschaft und drangen auf Schweizer Gebiet vor. Dies brachte die Basler Kantonspolizei auf den Plan.

Der Chef des Bettinger Polizeiposten und ein Hundeführer versuchten zuerst, die Tiere einzufangen. Dies gestaltete sich als nahezu unmöglich, da die Nandus ungemein wendige und schnelle Tiere sind. Auch eine Betäubung war nicht möglich. Der Postenchef entschloss sich deshalb, Verstärkung in Form des Bereitschaftszuges aufzubieten.

Mit insgesamt acht Polizisten gelang es schliesslich, der Tiere habhaft zu werden. Dazu wurde ein sogenanntes Schafsnetz aufgestellt. Dies ist eine mobile Umzäunung, mit der die Tiere eingekreist werden konnten. Nach zwei Stunden voller Schweiss waren die Tiere in vorläufigem Gewahrsam.

Die Nandus sind mittlerweile in ihrem Stammgehege zurück. Um allfällige Stressfolgen zu mindern werden sie (die Tiere!) dort ärztlich betreut.

Von Redaktion


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