Artikel vom 29.12.2004

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Fasnacht

Blaggedde 2005: Autsch…

TeleBasel enthüllte «Fehler» in der neuen Basler Fasnachtsplakette…

Von Jürg-Peter Lienhard



Wer findet die beiden «gravierenden Fehler» auf der neuen Basler Blaggedde?


BASEL.- Au weia…Kurt Walter und Martin Schoch: Dem Grafiker und seinem Ideenlieferanten - beide keine «echten» Basler - unterliefen laut TeleBasel ein folgenschwerer Gestaltungsfehler bei der Création der Basler Fasnachtsplakette 2005. Entweder fahren beide nie Drämmli, und schon gar nicht Combino, oder sie sind gerissene Witzbolde: Auf ihrem Blaggedde-Sujet sind die Türen des Combinos auf der falschen Seite…

Und Fasnachtscomité-Obmaa Felix Rudolf von Rohr doppelte in der gleichen Enthüllungssendung «7vor7» von TeleBasel am Mittwoch, 29. Dezember 2004, gleich nach: Die Münzmaschine des Junteressli-Drämmlers hat nur fünf statt sechs Münz-Röhren, wie dies eigentlich sein sollte - nämlich je eine Röhre für 5, 10, 20 und 50 Centimes sowie je eine für den Ein- und Zweifränkler…

Und jetzt? Alle Blaggedde 2005 wieder einstampfen? Zumal der offizielle Verkauf erst am 8. Januar 2005 beginnt? Aber leider sind schon über 800 «Goldigi» an der Blaggedde-Vernissage vom Montag, 27. Dezember 2004, an die 500 Cliquen-Obmänner und -frauen sowie an «Mitesser» gratis abgegeben worden… Zuviel, um sie als «Fehlprägung» an Sammlerbörsen laufen zu lassen…



So müsste sie eigentlich aussehen, die Blaggedde 2005, ginge es nach dem Realitäts- statt Kunstverstand gewisser Meckerer…


TeleBasel sprach von einem «Fehlerteufelchen» in ihrem Feature-Beitrag. Doch das wäre reine Meckerei, wäre der «Fehler» von der TeleBasel allein entdeckt worden. Nicht mal der BVB-Pressesprecher Pius Marrer sah ihn ohne Hilfe der TeleBasel-Reporterin. Es war eine Zuschauerin, die sich bei der Redaktion meldete. Auch sie musste erst von ihrem Mann draufgelüpft werden, der offenbar mit einem überhöhten Realitätssinn ausgestattet ist.

Doch genau «Realitätssinn» hat mit künstlerischer oder gestalterischer Freiheit nichts zu tun - denken Sie an die von Picasso gemalten Frauenzimmer, die ein Auge da, eine Brust dort haben, wo sie «in der Realität» nicht mal selbst bei alten Gumslen hängen…

Blaggedeschöpfer bleiben gelassen

So sind denn die von TeleBasel und vom Comité-Obmaa «aufgedeckten Fehler» nichts anderes, als ein an den Haaren herangezogenes Aperçu, eine Stichelei im vorfasnächtlichen Sinne. Die beiden Schöpfer der Blaggedde 2005 jedenfalls habens mit Schmunzeln und gelassen zur Kenntnis genommen.

Hingegen erlaube ich mir eine andere Bemerkung: Die Reinacher Fasnachtsplakette, die am Mittwoch, 29. Dezember 2004, vorgestellt wurde, hat exakt dasselbe Sujet wie die Basler Blaggedde. Allerdings zieht dort ein Waggis ein Drämmli. Aber nicht ein Combino, jedoch von der «richtigen» Seite. Ein Fall von Wirtschaftsspionage oder Hellseherei?

Von Jürg-Peter Lienhard


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