Artikel vom 24.10.2004

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Wahlen BS

DIE DEFINITIVEN ZAHLEN VON 22.26 UHR

Linksrutsch im Grossen Rat

Zanolari ohne Chancen - Tschudi hinter Herzog und Morin muss am 28. November 2004 zum 2. Wahlgang antreten

Von Redaktion



Wiedergewählt (nach Wählerstimmenanteil von links nach rechts): Eymann, Schild, Lewin, Conti und Schneider.

BASEL.- Die Linken haben im Basler Grossen Rat kräftig zugelegt, und zugelegt haben auch die Grünen. Der Höhenflug der SVP hingegen dürfte gestopp sein. Die Schweizer Demokraten jedoch sind ganz draussen, wie auch die sogenannte Schweizer Bürgerpartei die Fünf-Prozent-Hürde nicht schaffte. Die Stimmbeteiligung betrug immerhin 45,4 Prozent. Am Schluss dieses Artikels finden Sie die definitiven Zahlen zu den Wahlen in den Grossen Rat von Sonntag, 24. Oktober 2004, 22.26 Uhr.

Ein Glanzresultat der Basler Regierungsrats-Wahlen erzielte mit 30’356 Stimmen der bisherige liberale Vorsteher des Erziehungsdepartementes, Christoph Eymann. Fast gleichauf folgen Jörg Schild und Ralph Lewin mit lediglich um die 150 Stimmen Differenz. Leicht abgeschlagen mit 27’864 Stimmen folgt Carlo Conti, aber auch Barbara Schneider, die fünftplazierte, erreichte mit 27’411 Stimmen ein gutes Resultat. Das absolute Mehr betrug 24'658 Stimmen

Nicht im ersten Wahlgang geschafft hat es Hans-Martin Tschudi von der DSP, der mit 20'954 Stimmen von Eva Herzog, SP, mit 22'231 Stimmen und Guy Morin, Grüne, mit 21'209 Stimmen deutlich überflügelt wurde.

Bammatter weit hinter Herzog und Morin

Der von den Bürgerlichen als Nachfolger für den aus dem Regierungsrat zurücktretenden Ueli Vischer portierte Mike Bammatter von der FDP kam hingegen nur auf 19'405 Stimmen, und die mit grossem Lärm in den Wahlkampf eingetretene Angela Zanolari konnte lediglich 8'638 Stimmen auf sich vereinigen.

Der «Spasskandidat» Thien Egi von den Schweizer Demokraten war mit 3250 Stimmen völlig aussichtslos; ebenso vier andere Kandidaten, die unter «ferner erhielten» figurieren.

Auch Statthalteramt geht an die SP

Auch in der Ersatzwahl für das Statthalteramt des Appellationsgerichtes machte eine sozialdemokratische Kandidatin das Rennen: Gabriella Matefi ist mit 19'444 Stimmen gewählt.

Mehr Linke und Grüne im Grossen Rat

Die Mitglieder des Grossen Rates für die Legislatur 2005–2009 gelten laut Staatskanzlei vom Sonntag, 24. Oktober 2004, 22.26 Uhr als gewählt. Die Sitze verteilen sich demzufolge so:

Bei den Wahlen ins 130-köpfige Kantonsparlament haben SP und Grüne die grössten Gewinne erzielt. Die Sozialdemokraten konnten ihre Position als stärkste Partei von 39 auf 46 Sitze ausbauen. Die Grünen gewannen vier Sitze und sind neu mit 16 Sitzen im Grossen Rat von Basel-Stadt vertreten.

SBP und SD adié Frau Sandmeier…

Am rechten Flügel des politischen Spektrums hat die SVP nach 14 Sitzen vor vier Jahren lediglich ein Mandat dazugewonnen, womit ihr «Höhenflug» im Stadtkanton wohl gestoppt worden ist. Die Schweizerische Bürgerpartei (SBP), die sich im Laufe der Legislatur nach einem Krach von der SVP abspaltete, hat alle sieben Sitze verloren. Auch die Schweizer Demokraten mit ehedem fünf Sitzen, sind ganz draussen.

Die FDP bleibt mit 17 Mandaten knapp vor den Grünen zweitstärkste Partei, hat aber einen Sitz verloren. Markante Verluste musste die LDP hinnehmen, die nach 16 Sitzen im Jahr 2000 jetzt nur noch deren zwölf hat. Die CVP-Mandate schrumpfen von 14 auf elf.


Die definitiven Zahlen, nach Auszählung der Urnen-Stimmen um 22.26 Uhr am Sonntag, 24. Oktober 2004:

Die Mitglieder des Grossen Rates für die Legislatur 2005–2009 sind gewählt.


Die Sitzverteilung im Grossen Rat für die Legislatur 2005–2009 sieht wie folgt aus:
FDP: 17 Sitze
LDP: 12 Sitze
VEW: 6 Sitze
SP: 46 Sitze
CVP: 11 Sitze
Grünes Bündnis: 16 Sitze
SD und VA: 0 Sitze
DSP: 6 Sitze
SVP: 15 Sitze
Liste gegen Armut und Ausgrenzung: 0 Sitze
EDU: 0 Sitze
Homosexuelle Liste Basel: 0 Sitze
SBP: 0 Sitze
Freie Liste Bettingen: 0 Sitze
Bettinger Dorfvereinigung: 0 Sitze
Aktives Bettingen: 1 Sitz


Für die Wahlkreise Grossbasel-Ost, Grossbasel-West, Kleinbasel und Riehen betragen die Parteistärken insgesamt:
FDP: 11.7%
LDP: 8.0%
VEW: 4.5%
SP: 32.8%
CVP: 8.2%
Grünes Bündnis: 11.5%
SD und VA: 3.2%
DSP: 4.6%
SVP: 12%
Liste gegen Armut und Ausgrenzung: 1.9%
EDU: 0.4%
Homosexuelle Liste Basel: 0.1%
SBP: 1.1%
Die Wahlbeteiligung betrug 44.3%.

Von Redaktion

Für weitere Informationen klicken Sie hier:

Die Details - erste offizielle Zahlen

Zahlen zur Statthalter-Wahl

www.bs.ch/wahlen2004


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