Artikel vom 14.08.2016

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Weltklima

Seit heute lebt die Menschheit auf Kredit

Bereits sind sämtliche Umwelt-Ressourcen des Jahres 2016 verbraucht - und das Datum wird laufend vorveschoben…

Von Redaktion



Das überzogene Umweltkredit-Konto der Menschheit in einer Grafik dargestellt. Quelle ONG, veröffentlicht auf online Journal l’Alsace vom 8.8.2016.


Der Montag, 8. August 2016, symbolisiert eine beunruhigende Entwicklung im Dasein des Planeten Erde - mithin des Menschengeschlechtes: An diesem Tag hat die Menschheit bereits alle Umwelt-Ressourcen verbraucht. Von jetzt an lebt sie auf Kredit - auf Kosten des Weltklimas. Für mehr hier klicken:

Gemäss der Organisation ONG «Global Footprint Network» bedeutet dies, dass die Natur ab heute nicht mehr aus eigener Kraft so viel an natürlichen Ressourcen erneuern kann, was die Menschheit verbraucht. Zur Berechnung hat Global Footprint den Eintrag in die Atmosphäre von CO2, die Überfischung, die Zucht, die industrielle landwirtschaftliche Produktion, die Bautätigkeit und die Wassernutzung beigezogen.

Eine besorgniserregende Tatsache ist laut ONG, dass dieses Datum von Jahr zu Jahr früher wird, wie aus einer Grafik der ONG hervorgeht, die am 8. August 2016 von der französischen Tageszeitung l’Alsace publiziert worden ist: Innerhalb Jahresfrist ist die «Kreditlimite» vom 13. August 2015 auf den 8. August 2016 vorgerückt. Schlimm ist vor allem, dass diese Entwicklung seit 45 Jahren anhält und nicht aufgehalten werden kann. So war dieser Tag der «Kreditlimite» im Jahr 1970 noch der 23. Dezember… Schon nur zehn Jahre später, war sie auf den 3. November, im Jahr 1990 auf den 13. Oktober, im Jahr 2000 auf den 4. Oktober, 2005 auf den 3. September und 2010 bereits auf den 28. August vorgerückt.

Um den Umwelt-Kreditbedarf im bisherigen Umfang zu decken, bedürfe es gemäss ONG jenen von 1,6 Planeten in der Grössenordnung unserer Erde, fasst Global Footprint im Einklang mit dem WWF zusammen. Wenn es folglich nicht nachhaltig gelingt, bis ins Jahr 2030 die globalen Emissionen an CO2 zu verringern, wird die Menschheit dann sein «ökologisches Budget» schon am 28. Juni verbraucht haben…

In der ONG-Grafik ist auch die Reihenfolge der Länder mit dem höchsten Verbrauch aufgeführt. Darin belegt die Schweiz mit 4,4 Prozent Anteil pro Kopf der Bevölkerung einen der höchsten Plätze weltweit. Gefolgt erst von den USA mit 2,2 Prozent, Deutschland mit 2,3 Prozent und Indien mit 2,6 Prozent. Frankreich belegt immerhin «nur» 1,7 Prozent im Palmarès der Umweltverbraucher. Übertroffen werden diese Zahlen allein von Japan mit 7 Prozent und Südkorea mit dem höchsten Anteil von 8,4 Prozent.

Dass das Bewusstsein weltweit gegenüber dieser Entwicklung gewachsen ist, zeigte sich an der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro, wo das Thema zumal aus Sicht Brasiliens in eindrücklicher Weise in voller Länge der Präsentations-Show thematisiert wurde. Dass aber Bewusstsein und Handlung zwei paar Stiefel sind, steht indessen nach wie vor der Realität gegenüber…

Von Redaktion


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