Artikel vom 21.10.2011

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Basel - Kultur

George Gruntz Matters…

Ein nahrhafter Leckerbissen für Jazzfans: Die GG-Concert-Jazz-Band konzertiert am Sonntag, 30. Oktober 2011, im Schauspielhaus Basel

Von Ottokar Schnepf



«GG» am Piano.


Dass der Prophet im eigenen Land nichts gilt, das kennt auch er: «Viele kennen meinen Namen, aber wissen nicht, was ich mache», meint der seit vielen Jahrzehnten unermüdlich aktive Basler Pianist, Komponist, Arrangeur und Bandleader, der im Ausland mit diversen Preisen ausgezeichnet wurde und mehrfach Polls gewonnen hat. Doch am Sonntag, 30. Oktober 2011, kommt die George-Gruntz-Concert-Jazz-Band nach Basel und gibt ein Konzert im Schauspielhaus. Wer letztes Jahr im Stadtcasino Basel das Matterhorn Matters Programm der GG-Concert-Jazz-Band erlebt hat, der wird die zweite Auflage nicht missen wollen, die für alle Jazzfans ein Must ist!



Ein Schwerpunkt des George Gruntz liegt im orchestralen Jazz.


George Gruntz war nebst vielen weiteren Tätigkeiten von 1972 bis 1994 Leiter der Berliner Jazztage, und in sämtlichen gängigen Jazz-Publikationen ist sein Name zu finden. Trotzdem ist er in Jazzkreisen für viele ein nahezu Unbekannter (oder Unbeachteter) geblieben. Ein Schwerpunkt des George Gruntz liegt im orchestralen Jazz. Vor allem bei der GG-Concert-Jazz-Band - ein heiter musizierendes Ensemble, das über mehr Register verfügt, als die zu Denkmälern erstarrten Orchester des Swing und Neo-Swing - mit der George Gruntz dem Big Band Jazz wichtige neue Impulse gesetzt hat.

Matterhorn Matters…

…heisst das Projekt, das George Gruntz mit seinen 16 Musikern auf der Schauspielhaus-Bühne präsentiert. Es sind mehrere Geschichten, die hinter dem Motto des neuen Projekts der GG-CJB stehen: Das Matterhorn ist wichtig. Den Anfang macht eine Kindergeschichte über den kleinen George, der während des Kriegs seine Ferien im «Reduit» von Zermatt verbringt und dabei seinen Berg für immer ins Herz schliesst.

Viele Jahre später ereignet sich die unglaubliche Geschichte einer Miss-Schweiz-Wahl, bei der zwei angehende Schönheitsköniginnen beim Test ihrer Allgemeinbildung das Matterhorn, Ikone unseres Schokoladenimage, nicht erkennen können: Matterhorn Matters.

Wer George Gruntz beim Komponieren und Arrangieren über die Schulter schaut, kann die Energie fühlen, mit der er seine Musik Note für Note, Ton für Ton lebt. Wer je erlebt hat, mit welch energiegeladener Freude er seine Leute vom Grand Piano aus anfeuert und beflügelt, spürt die Kraft des Matterhorns im vibrierenden Klangkörper ebenso wie in den improvisatorischen Höhenflügen der Top-Solisten aus aller Welt, die sich hier seit vier Jahrzehnten ein Stelldichein geben.

Ausgehend vom Big Band-Konzept der Don Ellis Band hatte sich George Gruntz aufgemacht, die damals in Europa grassierenden Vorurteile gegenüber Big Bands zu knacken. Dass in seinen ersten Grossformationen mehrheitlich amerikanische Jazzstars mitwirkten hing nicht nur mit diesen Vorlieben und Abneigungen zusammen, sondern auch mit der damaligen Unerfahrenheit europäischer Musiker, in den Registern eines grossen Klangkörpers zu spielen, richtig zu intonieren und gemeinsam zu phrasieren.

Inzwischen hat sich die Einstellung gegenüber Big Bands auch in Europa grundlegend gewandelt, so dass die GG-CJB heute auch auf grossartige europäische und schweizerische Musiker wie Andy Scherrer, Michel Matthieu und andere zurückgreifen kann.

Von Ottokar Schnepf


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