Artikel vom 19.08.2010

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Elsass - Allgemeines

Mit Fotoreportage am Schluss

Freiwillige restaurieren Göpel-Mühle von Manspach

16 Jugendliche aus fast ebenso vieler Herren Länder arbeiten im Sundgau in einem Camp des «Service Civil International» (SCI)

Von Jürg-Peter Lienhard



Die mächtige Achse des Göpels im «Umgang» von Manspach vor dem «letzten Schliff». Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2010


Die 16 jungen Frauen und Männer, die vom 8. bis 20. August 2010 im sundgauischen Manspach zwar um «Gottes Lohn» arbeiten, werden immerhin reiche Erfahrungen in ihre auf dem ganzen Erdball verstreuten Herkunftsländer nachhause bringen. Aber gleichwohl ist ihr «Gottes-Lohn» die Gewissheit, mit der Restauration eines Göpels einen einzigartigen Kulturzeugen im nordwestlichen alemannischen Raum erhalten zu haben. Ihr Engagement steht zudem im Dienst von «Frieden, Entwicklung, Austausch», wie es dem Sinn der vor 90 Jahren gegründeten Nonprofit-Organisation «Service Civil International» (SCI) durch den Neuenburger Grossrat Pierre Ceresole entspricht, und die jedes Jahr rund eintausend solcher zivildienstlicher Camps in der ganzen Welt organisiert.



Kurze Arbeitsbesprechung im Freien vor dem Eingang zum Göpel. Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2010

Zunächst: Wenn man in der alemannischen Schweiz spöttisch von einem «Göpel» spricht, meint man ein Velo, und zwar ohne es (noch) zu wissen, dass es sich hierbei so ziemlich um einen «ehrwürdigen» Begriff handelt. Denn mit Göpel bezeichnet man eine «Tretmühle», und als solche kann man ein Velo ja wahrlich heissen… Doch Göpel sind frühe Industrie, wie alle Mühlen, die nicht nur mahlen, sondern hämmern, stampfen, pumpen, dreschen usw. Die Tretmühle Göpel jedoch unterscheidet sich wesentlich von einer Wassermühle, die eben von Wasser ihren Antrieb hat, während der Göpel von Tieren, mitunter von Menschen - wie teils noch heute in Afrika - angetrieben wird. Stets im Kreis herum, wie die Velopedalen…

Dann: Wer Freiwilligenarbeit abschätzig als Einsatz «um Gottes Lohn» abqualifiziert, outet sich bemitleidenswert als geistig armer Materialist. Ohne die Freiwilligenarbeit im Alltag, nicht nur geleistet von enthusiastischen Jugendlichen in der Ferien-Fronzeit, wäre unsere Gesellschaft kaum lebensfähig. Die Halbschlauen, die die engagierten Freiwilligen als «Khmer verts» auslachen, sind in Wirklichkeit Faschisten, deren dreiste Dummheit an den Grundfesten der Gesellschaft nagen, zumal sie mitunter gar in den politischen Entscheidungsgremien sitzen - nicht nur im Elsass!

Und darum dies:

• Ramona aus Sankt Gallen (Schweiz), Pflegefachfachfrau, 24 Jahre alt, beginnt in ein paar Wochen eine Weiterbildung zur Intensiv-Pflegefachfrau an einem Spital in Luzern (Schweiz). Ihre Ferien und das Auslaufen ihrer Arbeitsstelle an einem Zürcher Spital (Schweiz), wollte sie unbedingt «sinnvoll ausnützen» und ist daher im Internet auf die Ausschreibungen der SCI-Freiwilligeneinsätze gestossen. Sie hat sich für das Projekt Manspach entschieden, weil sie damit auch ihre französischen Sprachkenntnisse aufbessern kann.

• Rushiell, Pflegefachfrau, 28 Jahre alt, geborene Philippinin, aber in der Schweiz aufgewachsen, fand das Engagement in Manspach als ideale Gelegenheit, mit ihrer beruflichen Kollegin aus Stankt Gallen wieder einmal die Zeit gemeinsam zu verbringen, bevor ihre künftig geographisch auseinanderliegenden Arbeitsorte dies erschwerte.

• Kaja Ocvirek-Krušić 30 Jahre alt, promovierte Soziologin aus Kroatien, die auch Deutsch spricht, suchte eine Ferienbeschäftigung, um in der Natur zu arbeiten und ferner ihre Französischkenntnisse einzuüben. Sie hatte während ihres Studiums an der Universität von Zagreb schon an anderen Freiwilligenlagern in Portugal und in Bulgarien teilgenommen und hat sich auch für ihre jetzigen Ferien aus demselben Motiv für Manspach entschieden: Weil die Arbeit einen Sinn hat, und weil sie bereits festgestellt hat, dass die Kommunikation mit den Einheimischen von Manspach herzlich und gut ist, sieht sie auch hierin ihre Erwartungen erfüllt. So, wie sie schon im Camp in Bulgarien erwartungsgemäss keines der sonst in den Medien zirkulierenden Vorurteile bestätigt sah!

• Brian Nigus, Kunststudent in Minneapolis (USA), geboren in Kansas (USA), 21 Jahre alt, reiste zuvor in Irland, dann in Holland umher, um sich schliesslich dem Camp von Manspach anzuschliessen. Dabei lernte er «viele Sprachen», jedenfalls hat er Zahlenreihen, Begrüssung und Höflichkeiten wie «Merci» und «scheeen» in all den Sprachen seiner Aufenthaltsländer in Europa perfekt gelernt. Aus Tradition ist seine Familie pazifistisch eingestellt, weshalb ihn das Credo von SCI angesprochen hat: «Freiwilligenarbeit als zvilgesellschaftlicher Beitrag zu einer Politik, die Gewalt ausschliesst».

• Lana Radovanović aus Serbien, 20 Jahre alt, studiert in Belgrad Jura. Die Serbin versteht sich gut mit ihrer kroatischen Kollegin Kaja, und beide haben die an sich seltene Gelegenheit des friedlichen Zusammentreffens zweier Frauen aus den beiden ehedem verfeindeten Teilen ex-Jugoslawiens als Erfahrungsgewinn erkannt. Zumal sie sich intensiv über ihre Kriegserlebnisse austauschen konnten. Auf die Frage, ob sie wieder an so einem Lager wie in Manspach teilnehmen wolle, sagte sie nicht einfach «Ja», sondern drei Mal kräftig: «Ja, ja, ja!»…

• Monica Estibaliz aus dem Baskenland ist mit ihren 18 Jahren die Jüngste im Camp. Sie steht zu Beginn ihres Medizinstudiums an der Universität von Bilbao. Auf die (zugegebenermassen nicht besonders originelle) Frage, ob sie für die ETA Sympathien hege, antwortete sie mit einem langgezogenen englischen «Nooo»… Ihr Motiv ist jedenfalls das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden: Statt Faulenzerferien, Leute kennenlernen, die auf dem gleichen Level interessiert sind und sich nützlich machen wollen.

• Nina Zofina, die 21-jährige Studentin der anglo-französischen Sprachen aus der Millionenstadt Perm im Ural, wo sich der auch von Pasternak in «Doktor Schiwago» beschriebene Goulag befand, was sie mit sichtlicher Informiertheit beschreibt (http://www.amnesty.de/2010/6/21/kunst-im-gulag-festival-perm-36). Sie interessiert sich für ökologische Lebensweisen, die ihrer Ansicht nach in Russland noch nicht viel Interesse finden. Und dennoch ist für Sie der Umgang mit Erdmaterial, wie er bei der Restauration der Göpel-Mühle von Manspach zum Einsatz kommt, eine ganz neue Erfahrung, die sie bei sich zuhause gerne weitergeben will. Ihr Kontakt zu SCI bekam sie über die gesellschaftlich wohltätige Organisation «Memorial of Perm», einer 1998 in ihrer russischen Heimatstadt gegründete Zivilbewegung für Frieden und Demokratie (http://deutsch-in-perm.npage.de/memorial_in_perm_15588876.html und http://www.pmem.ru/index.php?mode=germany/dstructura).

• Anna Huttunen, 23, Soziologiestudentin aus Helsinki, Finnland, kommt allerdings von «nicht so weit her». Sie hält sich nämlich für ein Semester in Freiburg im Breisgau auf, wo sie im Rahmen des «Erasmus»-Austauschprogramms an der Uni Freiburg weilt und wo ihr die «kurze» Distanz nach Manspach gerade recht kam, als sie sich für einen SCI-Einsatz umsah…

• Emanuel Reymond, der 28-jährige Franzose, übt einen Beruf aus, den es ausser in Frankreich sonst nirgends gibt, wenigstens nicht mit dieser Bezeichnung, was wörtlich übersetzt wohl auch Missverständnis erzeugen mag: «Animateur Nature». Während im deutschen «Animieren» meist meint, dass einem eine dralle Dame mit tiefem Ausblick dazu zu bringen hat, dass man sein sauer verdientes Geld dem Puff-Inhaber und dem Zuhälter schenkt, haben in Frankreich die «animateurs nature» die sehr vornehme und wohl auch höchst schwierige Aufgabe, zumal die Kinder und Jugendlichen dazu anzuhalten, sich das entsprechende Wissen anzueignen, um die Natur mit allergrösstem Respekt zu behandeln. Da auch in Frankreich Profit über die Natur gestellt wird, sind solche «überflüssigen» Stellen wie «animateur nature» dünn gesät - auch im Elsass. Weil er folglich zurzeit arbeitslos ist, benützt er das Camp in Manspach als Überbrückung und als Gelegenheit zur Fortbildung.



Noch eine kurze Arbeitsbesprechung der Bénévoles im Geräteschuppen, grad neben dem Peace-Zeichen, das die Faschisten noch mehr fürchten als der Teufel das Kreuz… Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2010


Aus aller Herren Länder

Leider blieb nicht genug Zeit zu Interviews mit allen weiteren 16 «Bénévoles» von Manspach, was zweifellos sehr interessant gewesen wäre. Es bleibt mir jedoch noch anzufügen, woher die anderen acht Teilnehmer stammen, die ich hier nicht ausführlich erwähnen kann, nämlich jene aus Tschechien, Belgien und eine weitere im Elsass aufgewachsene, französischsprachige Schweizerin, die aber bei ihren Eltern in Folgensbourg wohnt.

Das babylonische Sprachgewirr löst die Verantwortliche für dieses Camp, die «animatrice nature» Peggy Wolf, die ihren Arbeitsplatz im «Maison de la Nature du Sundgau» von Altenach, drei Kilometer entfernt von Manspach hat und schon im letzten Jahr eine erste Gruppe für die erste Restaurationsrunde im Göpel von Manspach leitete, auf simple Weise: auf Englisch, nämlich…

Tatsächlich fragt man sich, wenn das Motiv vieler Teilnehmer «die französischen Sprachkenntnisse vervollständigen» war, was die dann an Spracherfahrung mit nachhause nehmen… Auf jeden Fall waren einige von ihnen erstaunt, dass «man» im Elsass «alemannisch» spreche, aber dass kaum mehr ein Elsässer Elsässisch kann… Immerhin galt im Umgang mit den Einheimischen neben der «akademischen Universalsprache Englisch» eine weitere, die offenbar die Frau des Bürgermeisters perfekt beherrscht und sich damit selbst mit Finninnen verständigen kann: Nämlich jene «mit Händen und Füssen», wie sie mir augenzwinkernd gestand und dies gleich mit dem Kochlöffel in der Hand vormachte.

Sie ist eine der «dorfeigenen» Freiwilligen, die sich nebst anderen als Köchinnen, respektive als Koch-Instruktorinnen zur Verfügung stellt. Da sind dann tatsächlich die Handgriffe von Wichtigkeit und nicht der Wortsinn, denn das Verständnis führt in diesem Bereich über den Bauch. Denn «Austausch» ist auch beim Magen angesagt: Die internationale Freiwilligen-Bande soll auch mit den Gerichten hierzulande bekanntgemacht werden. So gab es vier Mal echt elsässische Küche (natürlich improvisiert in der Göpel-Scheune, aber mit allem Drum und Dran vom Gasherd bis zum Kühlschrank und natürlich dem gemeinsamen «Bankett»-Tisch für alle der über 20 Teilnehmer, «Animatoren» und sogar Journalisten inbegriffen): Nüüdle, Pflütte met Zwaetschgekompott, Fleischschnàkà, Gnepflé mit Epfelmues und Frikassee - nadyrlig alles salbschtgmàcht!



Die fröhliche Küchenmannschaft präsentiert das selbstgemachte Mittagessen: Fleischschnàckà. Von links: Serbien, Spanien, USA, 2 x Alsace indigènes… Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2010


«Recto-verso», also im Gegenzug, wurde die Tafelgemeinschaft mit den Speisen und Tischgebräuchen der Teilnehmer bereichert: Jeder kam mal dran und konnte seine Spezialitäten aus seinem Land auftischen. Ob die drei Schweizerinnen Röschti oder Fondue anboten, habe ich leider vergessen zu fragen.

Industrie-Archäologie im Dienste der Entwicklungsländer

Es ist möglicherweise nicht immer so, dass sich in einem Camp idealer Teamgeist einstellen kann. Doch die Teilnehmer in Manspach haben mir alle als bleibendsten Eindruck die Harmonie innerhalb des Teams genannt. Was vielleicht Aussenstehende nicht gerade im ersten Augenblick feststellen können, habe ich aber hier sofort gespürt: der Umgangston, die Ernsthaftigkeit, womit die Teilnehmer ihre Arbeit und den Einsatz besprachen, dem Koordinator zuhörten, die Menge der Notizen, die sie sich machten - eine durchwegs akademische Stimmung, als sei man auf einem archäologischen Ausgrabungsfeld.

Und dabei ist Archäologie hier durchaus buchstäblich zu nehmen: Dany Dietmann, der umtriebig «grüne» Bürgermeister von Manspach, übrigens Biologie-Lehrer im sogenannten «Unruhestand», hat hier ein Projekt angerissen, das industriearchäologisch von höchster Bedeutung ist. Zumal weit über die Grenzen hinaus, ist mir doch auch in der Schweiz kein einziger Göpel in Erinnerung und im Elsass nur einer, respektive dessen Überreste, die an einem Ort zu finden sind, von dem ich nicht mehr zu sprechen mag…

Hingegen kennen die Deutschen noch etliche Göpel-Orte, die sie zumindest museologisch wieder aufbereitet haben. Ein hochinteressantes Projekt jedoch ist jenes der Uni Kassel, die einen Göpel neu entwickelt hat. Übrigens mithilfe des Bundesministeriums für Verbraucherschutz und im Rahmen der Bundesinitiative «Regionen aktiv - Land gestaltet Zukunft».

Was da wohl ein «alter Göpel» mit «Zukunft» zu tun hat? Sehr viel sogar, denn das Projekt ist ein Förderprojekt für die Entwicklungsländer und deren oft leichten Zugtiere: Die Kasseler entwickelten einen Göpel aus leicht zu beschaffenden Normbauteilen, dessen Mechanik die ruckartigen und unregelmässigen Zugbewegungen der leichten Tiere ausgleicht und so einen saubereren Drusch ergibt. So ist die Nahrungsherstellung effizienter und die Bevölkerung wird satter und bleibt gesünder.

Hinter dem Göpel-Projekt von Manspach steckt also viel mehr Potenzial, als lediglich der «museale» Aspekt oder gar «nur» die Freiwilligenarbeit der internationalen Jugend. Wie dumm ist doch so eine Beschimpfung («Khmer vert»), womit Bürgermeister Dietmann verleumdet werden sollte! Man könnte glauben, das Elsass sei selber ein Entwicklungsland, bei so viel geistiger Unterentwicklung…

Dabei hat Dietmann für seine Region im unteren Sundgau einiges geleistet, das die tonangebende Politik in Colmar und auch anderswo nicht zur Kenntnis nehmen will - ganz im Gegensatz zum Ausland: Dietmann gelang, was wohl nicht mal Stachanow gelungen wäre. Er hat 57 Gemeinden im Larg-Tal dazu gebracht, ihrer Wasserversorgung nachhaltig Beachtung zu schenken. 166 Kilometer Bäche sind renaturiert worden und damit auch die chronische Hochwassergefahr gebannt. Aber erst die höchst ungünstige Entwicklung auf das Trinkwasser hat die Bauern zur Aufgabe der Mais-Monokulturen gezwungen. Der Biologe Dietmann hat recht behalten wenngleich erst im Nachhinein…

Der Göpel - le moulin de Manspach

Obwohl seit den siebziger Jahren Tausende von wertvollen historischen Gebäuden im Elsass abgerissen worden sind, so schlummern zumal im Sundgau immer noch bedeutende Zeugnisse und warten auf die Entdeckung und Aufwertung durch eine jüngere, aufgeklärte Generation. Wie das Beispiel Manspach zeigt, sind es auch heute noch immer wieder Initiativen von Einzelnen, die dem kulturellen Verfall Gegensteuer zu geben versuchen. Auch noch vierzig Jahre nach dem von der damaligen elsässischen Jugend schon einmal in Bewegung gesetzten Aufbruch der Natur- und Heimatschützer.

Hinter diesen Initiativen steckt viel Idealismus, der aber die viel wichtigere Tatkraft nährt. Reden und Handeln sind bekanntlich nicht dasselbe… Aber in Manspach gehts ans Eingemachte, wird zugepackt - seit dem 8. August und noch bis Freitag, 20. August 2010. Und nächstes Jahr, und übernächstes Jahr, so wie auch im vergangenen Jahr! Wenn schon ein Gedicht ein Messer sein kann, dann birgt das Vorbild sowieso die Sprengkraft der Revolution! Einer friedlichen Revolution, die den Einsatz des Einzelnen für eine lebenswerte Zukunft in Frieden mit den Völkern und im Respekt der Natur fordert.

Der von den Einheimischen französisch «Moulin» geheissene Göpel versteckte sich bislang hinter unscheinbaren Fachwerkmauern eines ziemlich ins Alter gekommenen Gehöfts. Maire Dany Dietmann erkannte früh, dass im «Gerümpel» in der zuletzt als Hühnerstall und Abfallhütte genutzten Mühle Geschichte schlummerte, die es zu erwecken galt. Auch, um sich über die Vergangenheit ein Bild der Gegenwart für die Zukunft zu machen…

Dietmann setzte sich in der Gemeinde dafür ein, dass der kleine Hof nach dem Ableben der Grossmutter, Madame Schwob, in Gemeindebesitz überging. Da hatte er allerdings Glück, denn die Erben willigten ein. Wie reich auch der Sundgau an Geschichte ist, so arm ist er jedoch an Mäzenen. Und doch gelang es ihm einen tüchtigen Batzen von zirka 8000 bis 9000 €uro bei lokalen Sponsoren und Sparkassen locker zu machen. Keine grosse Summe, klar. Aber wer den noch so kleinen Batzen nicht mit grösstem Dank entgegennimmt, der hat im Sundgau ausgebettelt - denn da ist man «susceptible»…

Immerhin schaffen die «Arbeiter» eben «um Gottes Lohn», so dass das Budget vollumfänglich für das nicht gerade billige Baumaterial eingesetzt werden konnte. Ich glaube, dass ein Grossteil der Bevölkerung sicher auch kostenlos zur Verpflegung der kulinarisch eher anspruchslosen Freiwilligen beigetragen hat - zumal ja im Dorf fast jeder einen eigenen «Jardin» hat und dort wohl Salat und Gemüse im Überfluss zieht… Sowieso haben sich zwei Gemeinderäte tatkräftig beim Ausbessern der Mauern betätigt, was ich mit eigenen Augen gesehen und fotografiert habe!



Stolz zeigt der Manspacher Maire Dany Dietmann auf die hölzernen Zahnräder der Göpelachse und auf die leider nur französisch angeschriebenen Teile. Dass man dem Ding «Göpel» sagt, wusste der pensionierte Schulmeister allerdings nicht mehr… Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2010


Dem Projekt ging voran eine umfangreiche Recherche des pensionierten Veterinärs Pierre Gutknecht, der sich in der Gesellschaft für Geschichte des Sundgaus, der «Société d’Histoire du Sundgau», mit seinen Publikationen und Studien einen grossen Namen gemacht hat. Möglicherweise gehört er dem Fribourger Stamm der Gutknechts an, die nach dem Dreissigjährigen Krieg ins Elsass ausgewandert sind, wovon dann einer nach Amerika übersetzte und dort den Namen Goodknight annahm. Der Rest ist Geschichte und endet vorläufig mit einem, der den Vornamen Barak trägt - eben einer, der wie alle Gutknechts gute Figur macht!

Pierre Gutknecht hat den Göpel archäologisch bis ins Detail aufgenommen. Beim Ausräumen des Hühnerstalls und dem Abtransport unbrauchbaren Gerümpels jedoch stellte sich zu aller Freude heraus, dass die metallenen Teile, die wichtigste Mechanik in Metall und Holz fast unversehrt erhalten geblieben sind. Immerhin sind die hölzernen Zähne der Zahnräder ersetzbar; sie waren schliesslich auch früher Abnützungs- und Verbrauchsmaterial und unterlagen dem Verschleiss.

Bei der Göpel-Mühle handelt es sich um eine Ölmühle, die allem Anschein nach bis in die späten dreissiger Jahre in Betrieb war und laut Einheimischen sprichwörtlich erstklassiges Öl aus Raps, Sonnenblumen, Mohn oder Hanf herstellte. Dabei kamen die Bauern mit ihrer Ware in die Mühle und konnten sie gegen ein geringes Entgelt oder gegen Naturalien mahlen und zu einem hochbegehrten Speiseöl für die feine elsässische Küche pressen lassen.

Die Mühle ist ein zweigeteilter Raum aus Fachwerk, das die Freiwilligen mit grösstem Eifer in der herkömmlichen Tradition der Lehm-/Strohballen ins erhaltene Gefache stopften und am Ende mit Kalk tünchten. Für alle eine eindrückliche Erfahrung, wie man mit Baustoffen, die man gewissermassen vor der Haustüre findet, Häuser bauen kann.

Im vorderen Raum mit dem Göpel sieht man den Kreis, den das Pferd, allem Anschein nach ein Pferd, vielleicht früher auch ein Ochse, beschritten hat. Es ist ein richtiges Weglein, eine sichtbare Rinne, das im gestampften und harten Lehm Spuren bis heute hinterlassen hat und nach der Reinigung des «Hühnerstalles» total erhalten zum Vorschein kam.

Der «Umgang», also der Gebäudeteil, wo das Tier die Achse antrieb, war darum von der Ölmühle separiert, erstens aus hygienischen Gründen und zweitens, weil Öl ein ausgezeichneter Geschmacksträger ist und daher den «Stallgeruch» vom Tier sofort aufgenommen hätte.

Die Achse des Göpels treibt darum über mächtige hölzerne Zahnräder dicke Holzstangen an, die in den hinteren Raum führen und erst dort sowohl das Mahlrad wie auch zusätzlich eine Früchtemühle für Raps und Nuss und den Rührer in der Pressgutpfanne über der Holzfeuerung antreibt. Den Pressvorgang an der verschraubten mächtigen eichernen Presse haben dann wohl kräftige Männerarme mittels einer langen Eisenstange und vielleicht auch mithilfe eines Kettenzuges betätigt.



Schema der Mühle: Links hinten der Göpel mit dem Pferdegespann, im Vordergrund der aus hygienischen Gründen abgetrennte Raum der Maschinen mit Mahlwerken und Presse. Zeichnung: Pierre Gutknecht. Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2010


Laut Gutknecht hatte es mehrere Mühlen im Dorf, wobei zwei mit Wasser angetrieben wurden, während die dritte ein Göpel war. Die Mühlen wurden von der Bevölkerung «Eltrotte», «Elmehle» genannt, und sicher der Göpel «Rossmehle» oder auch treffend «Umgang».

Wie Gutknecht herausgefunden hat, waren Göpel im Sundgau «häufig»; sie verschwanden aber als Folge des Ersten Weltkrieges, als Pferde vom Militär requiriert wurden, spätestens jedoch in den dreissiger Jahren mit dem Einzug der Mechanisierung in der Landwirtschaft und chemischer Gewinnungsmethoden, die eine höhere Ausbeute ergaben. Schliesslich verschwanden auch die Gebäude oder wurden zu anderen Tätigkeiten umgewandelt und die Mechanik eingeschmolzen oder sonst zerstört. Ein enormes Glück also, was Manspach mit seinem wohl weit und breit einzig überlebenden Göpel hat. Sowieso, weil er eine hochinteressante Geschichte zutagefördert, die den heutigen Lebensbedingungen vorangegangen ist und erst eine moderne Lebensmittelgewinnung möglich machten.

Noch ein Wort zum tierischen Antrieb: Die Arbeit an der Göpelstange war für das Tier eine hochanstrengende, zumal es ja stets im Kreise von nur gerade sechs Meter Druchmesser herumzutrampeln hatte (bis es ihm wohl schwindlig wurde…). Darum rechnete man, dass auf eine tierische Arbeitsstunde zwei Stunden Ruhepausen zu kommen hatten. Wahrscheinlich besass der Göpelmüller mehrere Tiere, so dass er ohne grosse Unterbrüche ein Tagewerk vollbringen konnte.

Interessant ist auch die Leistung, die Gutknecht leider mit einer sehr komplizierten und erst noch geschätzten Berechnung angibt. Die Quintessenz jedenfalls ist, dass trotz der hohen Investitionskosten für hydraulische Antriebe, diese sich im Vergleich mit dem tierischen Antrieb aufgrund der Leistung relativ gut rechneten, was eben auch dazu geführt hat, dass Göpel innert kürzester Zeit komplett verschwanden.

Während die Geschichte der Göpel auch hierzulande bis weit vor Christi Geburt zurückreicht, hat Gutknecht für die Mühle von Manspach jedoch nur eine älteste Jahreszahl aus den Gemeindearchiven - wohl aus einer Steuerabrechnung - herausgefunden. Die Göpelmühle dürfte jedoch älter als das auf dem Dokument angegebene Jahr 1826 sein.

Übrigens vermutet Gutknecht aufgrund der Öffnungen im Gemäuer zur Scheune zu, dass der Göpel auch für einen Transmissions-Antrieb einer Dreschmaschine im Freien Verwendung fand. Immerhin haben die Freiwilligen dieses Jahrgangs im ausgemisteten Gerümpel eine ganz Menge rostiger Metallgegenstände gefunden, die sie sorgsam säubern und versuchen deren Funktion zu verstehen - was Schritt um Schritt zu gelingen scheint und dann wohl auch die Vermutung Gutknechts bestätigen dürfte.

Zum Schluss noch ein paar Worte zum «Partenariat» mit der «Maison de la Nature du Sundgau» von Aspach: Die «Animatrice nature», Peggy Wolf, leitet die «Ausgrabung» und Wiederherstellung der Göpelmühle von Manspach. Auch beim Aufbau dieses hochinteressanten didaktischen Werkes hat der Manspacher Bürgermeister Dany Dietmann wesentlich mitgewirkt. Das Haus besteht eigentlich aus drei Sundgauer Fachwerkhäusern, die an diese Stelle in Aspach verpflanzt worden sind.

Das Haus hat die Aufgabe, Schulen und Jugendgruppen mit didaktischen Mitteln die Natur nahezubringen und sie für Verständnis der Zusammenhänge zu schulen. Dafür werden Lager organisiert, es gibt ein Gesellschaftshaus, wo Schulunterricht abgehalten werden kann, eine dreiköpfige Equipe arbeitet Programme aus, die für die Schulen zur Verfügung gestellt werden, betreut das Museum im Keller und hat eine äusserst originelle Ausstellung zum Thema Abfall, neudeutsch «Littering» geheissen, sowie zur Recycling-Thematik aufgebaut.

Für mich war der Hit ein Fernseh-Monitor, womit man echt live dem Uhu-Nest im hohen Giebel des Ausstellungs-Gebäudes zuschauen kann - mit Ton, notabene! Und dabei erfuhr ich, dass der so nützliche Uhu, der den Mäusen und anderen schädlichen Kleinnagern den Garaus macht, im Sundgau am Verschwinden ist. Weil immer mehr Scheunen zu Wohnhäusern oder anderen Zwecken umgebaut werden und die Dachluken darum dicht gemacht werden. Dahinein konnte der Uhu nisten und war wegen seiner Müsejagden ein wohlgelittener Gast bei den Sundgauer Bauern, obwohl er sowieso mit seinem Aussehen alt und jung zu erfreuen vermag.

Der Göpel von Manspach wird am Donnerstag, 19. August 2010, um 15 Uhr, von allen an der Restauration Beteiligten festlich eingeweiht. Nebst den erwähnten Freiwilligen des «Service Civile International» (SCI), über die ich hier ausführlich aus aktuellem Anlass berichte, sind dann auch alle Einwohner von Manspach und «zugewandten Orten» anwesend, die ebenfalls unter grossem Einsatz schon seit diesem Frühjahr Fronarbeit für die Mühle geleistet haben - zumal die Schwerarbeit oder die spezielle technischen Kenntnisse verlangenden Arbeiten.

Ferner auch die Donatoren, ohne die trotz allem freiwilligem Einsatz wohl das Werk kaum geleistet hätte werden können. Und schliesslich auch die Frauen, die in der improvisierten Küche mithalfen oder die Gemeinderäte, die gleich selbst Hand anlegten.

Zum Schluss bleibt mir noch diese boshafte Bemerkung: Die Information über das Camp habe ich am selben Tag in meinem elektronischen Postfach zugestellt erhalten, am 13. August 2010, als die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt auf dem Internet die 17 Fahndungsfotos der Fussball-Krawalldeppen zur Fahndung veröffentlichte, die nach dem Fussbalspiel zwischen dem FCZ und dem FCB am 20. November 2009 in Basel ein gewalttägiges Scharmützel mit der Polizei anzettelten und hohen Sachschaden verursachten sowie mehrere Personen verletzten. Diese Deppen werden wohl diesen Artikel kaum lesen, und wenn, werden sie wohl kaum dazu imstande sein, sich Gedanken darüber zu machen, was mit dieser Schlussbemerkung gemeint ist!


Information

über Pierre Ceresole, Gründer von Service Civile International (SCI), Grossrat von Neuchâtel: Die Stadtbibliothek von La Chaux-de-Fonds widmet ihm eine Ausstellung, die vom 25. September 2010 bis zum 11. Januar 2011 dauern wird.

Ceresole hat mit seinem beispiellosen Einsatz von 300 Freiwilligen nach der Überschwemmungs-Katastrophe von 1924 in Sommer im Tessiner Maggiatal international den Durchbruch geschafft. Er hatte zuvor schon nach dem Ersten Weltkrieg versucht, Freiwillige am Wiederaufbau besonders stark betroffener Kriegsschauplätze zu motivieren.

Das SCI organisiert weltweit jährlich über 1'000 Einsatz-Camps für Freiwilligenarbeit. Die Leistungen der Camps sind hoch angesehen und haben häufig auch weiterführende oder nachhaltige Objekten zum Nutzen des Gemeinwohls zum Durchbruch verholfen.

Die Organisation ist politisch und konfessionell neutral, steht aber ein für eine Politik ohne Gewalt.


Photoreportage Jürg-Peter Lienhard, Basel © 2010



Peggy Wolf, die «Animatrice nature», und hinter ihr der Willkommens-Gruss für die internationalen Freiwilligen. Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2010




Auf das «torchis», das mit Lehm ausgefüllte Gefache, wird eine Kalkschicht angeworfen - eine ziemlich schmutzige Arbeit, die die Freiwilligen aber mit äusserster Gewissenhaftigkeit erledigen. Ein gewisser Arbeitsstolz muss immer dabeisein! Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2010




Ein Kübel voller «torchis» - hier in «Rossbollenform». Es gibt verschiedene Techniken; diese Form ist eine davon, wie man das Gefache ausfüllt. Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2010




Das mächtige Mühlrad im Vordergrund und im Hintergrund die schwere eicherne Presse. Darauf sitzend Kroatien und rechts davon steht Sankt Gallen… Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2010




Freudige Umarmung nach erfolgreich getaner Drecksarbeit… Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2010




Deutlich sichtbar: Die Spur der Tiere, die über Jahre hinweg um die Göpel-Achse in der Mitte im Kreis herum laufen mussten. Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2010




Das Gebäude in der Bildmitte waren wohl die Stallungen und der «Pausenplatz» der armen Tiere am Göpel, dessen Eingang links neben dem Stall ist. Ganz links das Wohnhaus der Grossmutter Schwob selig, das noch keiner Bestimmung zugeführt ist. Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2010




Bürgermeister Dietmann (rechts) im Gespräch mit einem seiner Adjoints (Mitte) und einem Bénévole (links). Im Hintergrund mit rotem Pulli ein weiterer Adjoint beim Anwerfen. Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2010




Frankreich beim Reinigen der metallenen Fundstücke, die er unter dem Hühnerdreck ausgegraben hat, und von denen er bereits weiss, in welcher Funktion sie zum Ganzen gehören, ob am Göpel oder an den Mühlen. Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2010




Der «Bankettsaal» im alten Stall. In den Bechern ist reines Hahnenwasser aus dem sauberen Reservoir der Gemeinde Manspach, aber auf den Tellern ist die elsässische Götterspeise «Fleischschnàkà»… Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2010




Beim Essenfassen geht's gesittet zu, wie es sich für kultivierte Leute gehört - in Einerkolonne. Kroatien im Vordergrund offeriert mir grad einen Löffel Mousse au chocolat von ihrer Dessert-Ration… Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2010




Nach dem Mittagessen ist Lagebesprechung - es gilt die nächsten Schritte vorzubereiten. Peggy leitet die Sitzung und erklärt das Schema, das sie zuvor mit Filzstift auf ein Plakatpapier erstellt hat. Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2010




Natürlich macht die Arbeit müde, aber vielleicht war es auch die Portion Fleischschnàkà zum z'Mittag. Auf jeden Fall tut es gut, wenn einem die Kollegin «laust» - so wird die Sitzung zur Wonne… Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2010




Apropos Müdigkeit: Es gibt seltene Nächte, wo die Freiwilligen früher als Mitternacht im Schlafsack ihrer Zelte eintauchen - manchmal wird es 2 Uhr in der Frühe, bis das letzte Gespräch verstummt. Schliesslich kommt jeder und jede aus einem anderen Winkel der Welt und hat entsprechendes zu Erzählen. Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2010




Die Zeltstadt liegt in unmittelbarer Nähe zur «Maison de la Nature du Sundgau» in der Nachbargemeinde Aspach. Blick vom Gemüsegarten in den offenen Hof mit dem Gesellschaftshaus und den Sonnenkollektoren auf dem Dach. Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2010




Ein originelles Sofa - diesmal nicht von Ikea. Es ist ein witziges, wenngleich nicht ganz ernst zu nehmendes Beispiel dafür, was herauskommt, wenn man sich kreative Gedanken über Wiederverwertung macht… Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2010




Die Ausstellungsvitrinen im Kellergeschoss der «Maison de la Nature du Sundgau». Sie dienen als Anschauungsmaterial für die zahlreichen Führungen und thematischen Ausflüge von Schulen und Vereinen. Die Themen der Vitrinen behandeln die Tektonik des Sundgaus, zeigen Ausgrabungen aus der Zeit der frühen Besiedlung und vieles anderes, was mit der Naturgeschichte des Sundgaus zu tun hat.




Eine Gruppe Freiwilliger hat sich im Gesellschaftshaus zu einer Planungssitzung zurückgezogen. Es geht um das Einweihungsfest vom Donnerstag, 19. August 2010, bei dem hohe Gäste erwartet werden und wo man auch die Dorfgemeinschaft entsprechend einbeziehen will.




Das ist der Monitor, womit die Fernsehkamera im Giebel das Geschehen im Uhu-Nest ins Besuchergeschoss überträgt. Meine Fotokamera habe ich leider aus Zeitgründen nicht für Bildschirmaufnahmen synchronisieren können. Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2010


Von Jürg-Peter Lienhard

Für weitere Informationen klicken Sie hier:

• Über SCI auf Wikipedia mit weiterführenden Links

• Homepage der Maison de la Nature du Sundgau

• Die Göpel der Uni Kassel

• Dany Dietmann in der badischen Presse


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