Artikel vom 21.03.2010

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Ottokars Cinétips

Das Blöken der Ziegen

«The Men Who Stare at Goats» - ist ein Hollywood-Schinken, der darum so schlecht ist, weil die Realität viel verrückter ist, als die Spinner im Film…

Von Ottokar Schnepf



George Clooney, Jeff Bridges, Ewan McGregor, Kevin Spacey - die Schauspieler-Elite des heutigen Hollywood - garantieren noch lange nicht für einen aussergewöhnlich guten Film. «The Men Who Stare at Goats» beweist dies wieder einmal.

George Clooney «hypnotisiert» eine Ziege. Das finden weder die Ziege noch das Publikum lustig…

Der Kalte Krieg war auf seinem Höhepunkt so kalt, dass die Supermächte sich um den Beistand höherer Mächte bemühten: «Psychotronische» Kriegsführung und okkulte Praktiken wurden ernsthaft in Erwägung gezogen; der Journalist Jon Ronson hat in seinem Buch «Durch die Wand» davon berichtet. In Grant Heslovs Film «The Men Who Stare at Goats» wird daraus eine grellkomische Komödie auf allerhand geheime Projekte der US-Armee, die alle einen Hang ins Durchgeknallte haben.

Jeff Bridges gründet eine «New Earth Army», George Clooney versucht, sich durch Konzentration unsichtbar zu machen, Kevin Spacey hat finstere Pläne mit den obskuren Talenten. Der Journalist Bob Wilton (Ewan McGregor) kommt während des ersten Golfkriegs der ganzen Sache auf die Spur, während Clooney ihm von den Jedi-Kriegern erzählt, die mit Blickenergie gegen ihre Feinde vorgehen.

Es stimme mehr von dieser Geschichte, als man sich vorstellen könne, warnt ein Satz am Anfang des Films. Ronsons Story über eine Einheit auf der Suche nach einer anderen, sauberen Form von Krieg ist eigentlich ein idealer Stoff für eine Filmsatire zum Thema Krieg.

Doch trotz männlichem Hollywood-Staraufgebot kommt «The Men....» über ein paar lustige Momente nicht hinaus - und hat ein Problem: Die Wirklichkeit ist viel verrückter als die Spinner in diesem Film.

Von Ottokar Schnepf


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