Artikel vom 29.10.2008

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J.-P. Lienhards Lupe

Fotoreportage J.-P. Lienhard, Basel © 2008

Dichterweg in Münster eingeweiht

Liegen uns Deutschweizern unsere Muttersprachen am Herzen, so müssen wir verstehen lernen, wie man sie uns heimlich klaut - und das können wir im Elsass lernen

Von Jürg-Peter Lienhard



Start des «Dichterwaj» in Münster: Maire Dischinger mit dem «Bändelà», der Trikolore, beim Durchschneiden des «Bändelà» an der Einweihungs-Zeremonie im Hartmann-Park von Münster. Links von ihm Yves Bisch von Sierentz, Herausgeber von Alsatica; rechts neben dem Maire Edgar Zeidler mit Sonnenbrille, Initiant des «Dichterwaj», und in der roten Windjacke Albert Heinrich vom Club Vosgien de Munster. Alle Fotos: J.-P. Lienhard, Basel © 2008


Schon immer war das Elsass für mich ein Fenster in die Vergangenheit, wohindurch ich deutlich sehen konnte, wohin es bei uns hingegangen und hingeht: Äusserlich mit der Hauslandschaft und «innerlich» mit der Gesellschaft. So auch die Sprache, die nicht nur mit dem Wandel der Gesellschaft sich wandelt, sondern die Gesellschaft zu wandeln imstande ist, wie uns das Aussterben der elsässischen Sprache vor Augen führen könnte. Eindrücke und Reflextionen von der Einweihung des «Dichterwaj» im Hochvogesental Münster am Sonntag, 19. Oktober 2008.

Eine Handvoll «Verrückter, Schöngeister und Schulmeister» in F-68140 Munster (ausgesprochen: Münster) hatte eine Idee, die sie zuvor im Schwarzwald «geklaut» hatten: Einen Wanderweg einzurichten, auf dessen Raststätten ein Gedicht aufgehängt ist, das den Wanderer zum besinnlichen Verweilen einlädt: Der «Dichterwaj». Der Name ist zuerst ein Ausdruck, der zusammengesetzt ist aus dem Hoch- und Niederalemannischen und auf Deutsch «Dichterweg» bedeutet, zweitens aber auch ein «Tropfen auf den heissen Stein» der fortschreitenden Französisierung im Elsass - also ein eher symbolisches Aufbäumen vor dem endgültigen Aushauchen.

Eine schöne Sache, zweifellos. Oft habe ich als Wanderer in den Vogesen mit meinen Elsässer Freunden vom Club Vosgien aus dem Sankt-Amarin-Tal bei der Rast oder auch beim Marsch auf den Vogesenwanderwegen Betrachtungen ausgetauscht, die durchaus einen gewissen philosophisch-literarischen Wert gehabt hätten - wenngleich auch nicht gereimt. Diese Wanderungen mit meinen elsässischen Herzensmenschen waren (und sind es hoffentlich noch lange) stets Heilpflaster auf meine Seele, und deren Wirkung hielt jeweils einige Wochen an. Ich MUSS daher regelmässig ins Elsass…

Nur: Ewig hält das Pflaster auch nicht, wie alles einmal ein Ende nimmt. So jedenfalls wissen es Leute mit Verstand, und so jedenfalls haben es Philosophen schon vor 5000 Jahren in die Bibel, und in unserer Zeit, über die Eingangstüre der Röschenzer Kirche diktiert: «Mit der Zeit nimmt alles ein Ende.»

Auch wir und auch unsere Heimatsprache. An ihr nagt nicht etwa der Zahn der Zeit, das sowieso, sondern die Mobilität, die rasend schnell in alle vier Himmelsrichtungen in andere Sprach- und Kulturregionen uns sausen und niederlassen lässt, das Fernsehen, die Spasskultur, die Anglizismen, die Nordlicht-Germanismen, also die sprachliche Kontamination, wie das Sprachwissenschafter heissen.

Wir überlegen uns zu wenig, wie die Sprache in uns hineindringt und wie wir sie in uns wirken und dann werken lassen. Sie verändert unser Bewusstsein, unsere Auffassung von der «Realität», die ja für jeden eine andere ist, aber im «grossen Topf» der Gesellschaft eine dicke Suppe kocht - den Zeitgeist. Er ist jeweils anders zusammengesetzt, je nach «Zeit» eben und in der unsrigen immer häufiger fundamental. Wir entsinnen uns an die Nazizeit, und in der Gegenwart müsste uns der ungeschminkte Materialismus auffallen.

Aber dafür sind uns Ohren und Augen zugedröhnt durch die sogenannten «Rede-, Presse- und Meinungsäusserungsfreiheiten», die doch nicht «Freiheiten» sind, sondern Mittel der Desinformation und Desorientierung, die die Massen um so lenkbarer machen!

Dies sehen wir bei der gegenwärtigen sogenannten Finanzkrise, wo jeder plötzlich ein Finanzexperte ist, wo gar in ein und demselben Medium Experten und Politiker auf der vorderen Seite genau das Gegenteil wie in der gleichen Ausgabe auf der Rückseite behaupten. Oder im Fernsehen, wo völlig unbedarfte Redaktionen kunterbunt ausgewählte Diskussionsrunden zum «Fight» einladen und zum zweifelhaften Gaudi des Publikums wirr durcheianderbrüllen lassen (Schweizer Fernsehen vom Dienstag, 21. Oktber 2008, «Der Club»).

Diese kontaminierte Geschäfts- und Politiksprache ist der Spiegel unserer Gesellschaft, unseres «kollektiven Bewusstseins», wo das «Heimatliche» unserer Heimatsprache ausgedient hat, weil es nach Stall, wohligwarmer Stube und Anteilnahme riecht, weil «Gewinnerwartung», «Konjunkturabflauung», «Arbeitsplätze», «CEO», «COO», «Sinn MACHEN» (statt einen Sinn haben), «Shareholder», «Investment» und so weiter das Sinngebende des Lebens entwerten.

Wenn wir diese Sprache verwenden, werden wir wie diese Sprache: technokratisch, materialistisch, unpersönlich, unmenschlich…

Die Ausrede, es könne nicht ein jeder ein Goethe oder ein Flaubert sein, gilt insofern nicht, dass zwar nicht jeder auf deren Niveau begabt ist, zumindest aber von ihnen gelesen haben muss. Das wäre die Bedingung, um an der Gesellschaft teilnehmen zu dürfen. Über Heinrich Heine las ich mal eine zeitgenössische Biographie, worin stand, dass er «mit 20 Jahren ein fertiger Mensch war», weil er Lateinisch und Griechisch beherrschte und darüberhinaus die Philosophen und ihre Geschichte gelesen und zweifelsohne auch verstanden hatte. Fragen Sie mal Toni Brunner, Marcel Ospel oder «d‘ Flüüge», was sie mit 20 vorzuweisen hatten, respektive, welche Erkenntnisse sie daraus gewonnen…

«Die menschliche Verantwortungsfähgikeit ist weit hinter der von ihm rasend vorangetriebenen technischen Entwicklung zurückgeblieben», räsonierte schon in den 60er-Jahren der elsässische Friedensnobelpreisträger Albert Schweitzer.

Doch will ich hier nicht einstimmen in das Lamento um die Entwertung von Bildung und das Ignorieren von Philosophie und Psyche, weil angeblich «nutzlos», sondern ich will die aus aufmerksamer Beobachtung entstandene Vermutung begründen: Eine Sprache ist nicht einfach nur eine Sprache, mit der Technokraten heute modisch «kommunizieren». Nein, Sprache «transportiert» auch Mentalität und Kultur!

Achten Sie mal auf amerikanische Filme im Fernsehen: Da wird laufend und ungeschminkt «in die Eier getreten» oder aufgefordert «den Arsch zu bewegen» und, bildlich schwer verständlich, «ins Knie ficken» befohlen… Eine Sprache, die plump, gewalttätig und banal tönt, und eben ein Spiegel des grössten Teils der amerikanischen Gesellschaft und Kultur ist. (Bitte beachten Sie: «des grössten Teils»…)

Achten Sie auch auf das Nordlicht-Hochdeutsch, das uns durch die unzähligen deutschen Fernsehsender aufoktrojiert wird: Die «Peitsche» von Peer Steinbrück ist eben nicht ganz so harmlos, zumal aus dem Mund eines Deutschen! Dazu gehören «Schwiizer Fränkli» und «Grüzzi» ebenso, denn hieraus hört ein geschärftes Deutschweizer Ohr die ewige Überheblichkeit des Herrenmenschen.

Und mit diesem Stichwort bin ich auch dort angelangt, wohin ich zu Beginn hin wollte: Zur Behauptung, dass Sprache und Mentalität ein Duo bilden. Und: wer denn sonst könnte dies nicht besser zum Ausdruck bringen, als Dichter? Elsässische Dichter, die in Elsässer Sprache und in der jeweiligen Farbe ihres lokalen Idioms dichten oder gedichtet haben, verwenden nie neusprachliche technokratische Ausdrücke!

Aber Achtung: Weder pfeifende Vögelein, raschelnde Herbstblätter noch träumerische Gedankenbilder sind Zeichen überkommenen Sprachgebrauchs oder rückständiger Weltanschauung. Im Gegenteil: liest man die ganz grossen Elsässer Dichter, zum Beispiel Nathan Katz aus dem Sundgau, und knackt die vermeintlich «heimatlichen» Verse wie Baumnüsse, um zum Kern zu gelangen, ist dann eben dieser Kern vielschichtig, manchmal mystisch-ahnend, manchmal metaphorisch geheimnisvoll, aber nur zu oft die Quintessenz existenzieller Erkenntnis.

Die ist eben stets gewonnen aus der Natur, aus der Ehrfurcht vor dem Leben und der Ahnung, dass mit der Zeit alles ein Ende nimmt. Ein ständiger Anspruch und Aufforderung, das Leben mit Sinn zu erfüllen, indem man es erkennt, liebt und lebt. Sinn haben und geben, aber sicher nicht «machen»!…

Sich über die wenigen Mohikaner im Elsass, die «noch die letzten sind, die allerletzten, die noch so babbeln, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist», zu mokieren, ist leicht, allzuleicht, zumal, wenn sie selber Anlass dazu geben: Bei der Vorstellung des «Dichterwaj» am Sonntag, 19. Oktober 2008, in der «Salle des Fêtes» von Münster, wurde zu zwei Dritteln eben französisch parliert! Und wie: ein Pariser hätte wohl gestaunt, wie da die Elsässer Schulmeister und Notabeln am Rednerpult rasant und lupenrein Eau-de-Cologne versprühten und damit keinen Zweifel offenliessen, dass sie Franzosen und nicht Elsässer sind und «parler français à la parisienne» eben chic ist.

Chic ist es tatsächlich, französisch zu sprechen, wie ein Pariser, doch hat mit dem Pariser Französisch ins Elsass auch die französische Mentalität Einzug gehalten. Ich wurde früh darauf aufmerksam gemacht - vor dreissig Jahren und von einem Elsässer, als ich das erste Mal (!) eine Viertelstunde zu spät kam. Er sagte: «Das hast Du aber schnell gelernt!»

Pünktlichkeit ist nicht französisch; sie war eine elsässische Tugend, noch erst vor 30 Jahren. Einem Elsässer konnte man früher blindlings vertrauen, wenn er sagte, er schicke die 29 Gedichte «morgen» per Mail an den Journalisten, der zur Einweihung des «Dichterwajs» kam und vergeblich ein Pressedossier erwartete. Auch eine Tugend im Elsass war, eine Arbeit fertig abzuliefern. Fertig und rechtzeitig…

So wurde denn auch der - elsässische - «Dichterwaj» am 19. Oktober 2008 den Gästen nicht fertig präsentiert: Wer nicht an der Einweihungswanderung teilnehmen konnte, dürfte den «Dichterwaj» wohl kaum finden… Es gibt keinen Plan, die Tafeln sind nicht numeriert oder mit einem Hinweis versehen, wo die nächste Tafel zu finden ist. Der Dichterweg führt kreuz und quer durch das Städtlein zu einer steilen Strasse hinauf, vorbei an neueren Einfamilienhäuslein, weiter bergan zum Wald und tief in den Wald hinein auf einem Naturpfad, wo der Wanderer ununterbrochen Autos den Vortritt gewähren muss. «Waje», heisst im lokalen Idiom der Plural von Wagen, also Automobil.

Was übrigens ein eigenartiges Missverständnis bei den Teilnehmern aus dem Sundgau hervorrief: Der Mahnruf «Waje kemme» verstanden die Sundgauer als «Wähen kommen», also als etwas vollkommen Ungefährliches und erst noch Willkommenes… Indes aber bedeutete er die Warnung: «Vorsicht, Autos kommen!»

Warum aber auf den grünen Tafeln hinter Plexiglas, im Städchen an Hausmauern oder Laternenpfählen angeschraubt, im Wald an Bäume genagelt, die elsässischen Gedichte auch noch französisch übersetzt sind - darüber kann man streiten. Zumal es sehr viele Gründe gibt, es nicht zu tun! Ein wesentlicher Grund, es zu unterlassen, ist, dass scheinbar «besinnliche» Texte eben gerne auch einen Subtext transportieren, der bei der Übersetzung seinen Sinn verliert.

Allerdings ist das bei den wenigsten der Texte auf dem «Dichterwaj» der Fall, sogar eine Vielzahl davon sind zwar schöne Reime, wie jenes des verstorbenen Sundgauers Toni Troxler mit dem Thema «Wind», aber kaum mehr als Folklore im Sinne von Mundartreimen.

Nun habe ich auf dem Eröffnungsweg mit dem Basler Industriellen Theo Stäheli, der in Münster ein Haus besitzt und zwei der Gedichte-Tafeln zu je 200 €uro spendierte, eben genau darüber gesprochen, wie man eine solche Aktion bewerten soll: Wir Basler empfinden sehr viel Sympathie für alle Bemühungen, die das Sterben der Elsässischen Sprache hinauszögern. Wir fragten uns jedoch, ob wir das zweifellos rührende Engagement der Initianten, zumeist Schulmeister und Hobby-Dichter, angesichts des mangelnden Interesses und des Opportunimus der Meinungsführer, einheimischer Behörden und kultureller Exponenten, überhaupt ernst nehmen sollten.

Wir kamen zum Schluss, dass es keine Ketzerfrage ist. Das Rad kann nicht mehr zurückgedreht werden. Tradition ist das Bewahren des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.

Und doch ist die Elsässische Sprache, wenn sie uns unvermittelt am Ohr trifft, eben mit dieser Landschaft und mit diesem - wohl bald auch vergehenden - Lebensstil verbunden, der seine Lebensfreude aus der Tradition des Gemeinsinns schöpft und Wurzeln weit zurück und bis in viele Schweizer Regionen hat, wo dieser Sinn, wenn überhaupt, nur noch in Rudimenten fortlebt.

Was wir Deutschschweizer von unserer Sprache bereits abgegeben haben, geopfert auf dem Altar des deutschen Fernsehens und der Technokratie, ist schon sehr viel und hat unsere Mentalität auch schon sehr technokratisiert. So sehr, dass «Hälfe» aus dem Wortschatz getilgt und der Eigentumsneurose Platz gemacht hat: «Bonus-Abzocker» besetzen nun unsere «Heimat», die in deren Sprachgebrauch nun Terrain des Investment-Bankings, also der hemmungslosen Spekulation geworden ist.

An der Sprache sollst Du sie erkennen…

Vielleicht mag ich hier ein bisschen ungerecht gegenüber der «Handvoll Verrückten, Schöngeister und Schulmeistern» in F-68140 Munster geworden sein. Die Eröffnung des «Dichterwaj», die Wanderung durch das herbstliche Flammenmeer des Hochvogesen-Tales und die Wiederbegegnung mit gewissen Leuten war ein Erlebnis, das eben auch darum für mich wertvoll ist, weil es mich zu obigen Gedanken beflügelte…

Nur, diese Liebenswerten von Münster werden sie wohl kaum zu Lesen imstande sein. Und ob sie in der Deutschschweiz Resonanz finden, scheint mir doch eher fraglich, zumal wohl kaum ein Deutschschweizer es für möglich hält, dass auch unser Alemannisch in Gefahr ist.

Doch das kann ich eindeutig belegen: nach einer auf Baseldeutsch begleiteten Kulturreise mit Leuten aus Basel, bedankten sich einige Teilnehmer mit dem Hinweis auf meinen «typischen Basler-Dialekt», wie man ihn «schon lange nicht mehr gehört» habe.

Dabei bin ich im Kleinbasel aufgewachsen, wo sowieso niemand so «Baseldytsch» spricht wie es die «Ausländer» meinen, man spreche in Basel so: Denn «Baseldytsch» wurde allein vom «Daig» gesprochen, dem hugenottischstämmigen Geldadel, und das «Baseldytsch» der Fasnächtler ist eine Parodie, eine Verspottung der «Daigaffen». Die sind zudem am Aussterben, und ihre Sprache ist es bereits…


Fotoreportage von der Einweihung des «Dichterwaj»

Alle Fotos: J.-P. Lienhard, Basel © 2008




Sie haben den «Dichterwaj» von Münster ausgeheckt und wollen ihn mit einer Broschüre für alle Schulen dokumentieren (vlnr): Yves Bisch (arbeitete 2 Jahre am Projekt), Edgar Zeidler (Initiant), Maire Pierre Dischinger und Gérard Leser, Chronist von Münster.




Die Vorstellung des Projektes «Dichterwaj» in der beflaggten «Salle des Fêtes» am Vormittag vor der Begehung vermochte viele Gäste aufzubieten - sogar aus der Region Basel.




Und hier nochmals Maire Dischinger beim Abschnipseln von «Bändelà»-Stückchen, die wichtige Teilnehmer als Souvenier mit nach Hause nahmen, auch wenn sie gar nichts zum «Dichterwaj» beigetragen hatten… (finanziell nämlich!)




Einige Dichter-Tafeln finden sich an Gebäuden im Städchen…




…andere an Signaltafeln…




…und wieder andere einfach dort, wo man sie gut sieht.




Bernard Beltz aus Altkirch vor seinem Gedicht «Màma».




Und da das weltmännische Gedicht von Isabelle Grüssenmeyer aus Strassburg.




Ein Gedicht fast an jeder Strassenecke…




Aufbruch zur Wanderung zu den Gedicht-Tafeln auf dem Dichterweg: Die «Prozession» war eindrücklich, schätzungsweise über 100 Personen nahmen an der rund zweistündigen Begehung teil.




Die teilnehmenden Autoren lasen ihre Gedichte an den jeweiligen Stationen des «Dichterwajs» selber vor.




Liliane Bertolini: «Scheene Mai im Elsàss».




Erstaunlich, welche Aufmerksamkeit das zahlreiche Publikum den Vortragenden entgegenbrachte.




Da noch ein Blick von der Gedichttafel in die Gesichter der Zuhörer - welch intensives Interesse!




Der Basler Industrielle Theo Stäheli (übrigens aufgewachsen in Muttenz, Baselland), vor einem seiner beiden von ihm gestifteten Gedichttafeln. Er wohnt auch in Münster, wo er sich unglaublich wohlfühlt…




…Kunststück, wohnt er doch am Sonnenhang von Münster…




…und darf auch diesen Ausblick geniessen.




Emile Storck aus Guebwiller gehört zu den ganz grossen der elsässischen Dichter. Hier seine Ermahnung «An e junge Dichter», es sich nicht zu einfach zu machen, «wie ä manke» (wie manch einer).




Paul-Georges Koch, der allerdings Hochdeutsch dichtete, wird hier von seinem Gross-Sohn Christophe Meyer zitiert. Meyer ist übrigens in die Dichter-Fussstapfen seines Grossvaters getreten und arbeitet zudem als Journalist bei der Zeitung «l‘Alsace» in St-Louis. Das Gedicht seines Grossvaters hier hat er auf Französisch übersetzt, was dem echt Zweisprachigen «einiges an Kopfzerbrechen» verursachte.




Nochmals: Christophe Meyer (links hinten mit Buch) beim Vortrag im Wald.




Paul-Georges Koch: «Herbststimmung»




Die Tochter von Toni Troxler rezitiert auswendig das Gedicht «Der Wind» ihres Sundgauer Vaters, der ihr die Zeilen als Wiegenlied komponiert hatte.




Eine der letzten Gedichttafeln auf dem zweistündigen Rundgang. Die Teilnehmer der Vernissage hielten vollständig durch bis zum Schluss!




Ein ganz grosser, von internationalem Format: Jean-Paul Sorg.




Zum Schluss noch ein Blick auf Münster mit Vollmond…




…und Münster mit Sonne im Gegenlicht und den vielen Störchen.




Da jedenfalls erscheint das Münster von Münster mit seinen Störchen im besten Licht.




Es gibt offenbar in Münster so viele Störche, dass man sie hier gratis abgibt (falls man zuhause einen Münsterturm hat)…


Alle Fotos: J.-P. Lienhard, Basel © 2008



PS: Gerne hätte ich hier ein paar ausgewählte Gedichte des Dichterwajs wiedergegeben. Sie wurden mir per Mail versprochen, sind aber bis dato nie bei mir eingetroffen oder haben sich «auf Französisch verabschiedet», wie man dem so sagt…

Von Jürg-Peter Lienhard

Für weitere Informationen klicken Sie hier:

• Homepage von F-68140 Münster (F/D/E)

• Zum Artikel über den Hochdeutsch dichtenden Paul-Georges Koch


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