Artikel vom 18.09.2008

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Basel - Allgemeines

Fliegende Festmahlzeit

Seltenes Ereignis: Im Zoo Basel fliegen die Termiten aus

Von Redaktion



Kein neues Tapetendesign, sondern das Resultat von abertausenden ausschwärmenden Termiten hat der Zoo-Fotograf vor die Linse bekommen.

Im Zoo Basel schwärmen derzeit die Termiten aus, ein Ereignis, das in der Zoowelt nur sehr selten vorkommt. Anfangs waren es abertausende, jetzt sind es noch ein paar hundert Termiten, die am Morgen eingesammelt und den Zolli-Tieren als Leckerbissen gereicht werden.

Seit einigen Tagen schwärmen im Zoo Basel nachts die Termiten aus, ein Vorgang der in der Zoowelt sehr selten ist. Jeden Morgen liegen jeweils einige hundert bis zigtausende von sterbenden Insekten auf dem Boden oder sind in bereits in den Wassergräben verendet.

In der Natur sind die ausschwärmenden Termiten für viele Tiere eine Festmahlzeit, so auch im Zolli. Die eiweiss- und fettreichen Geschlechtstiere werden eingesammelt und von Affen, Erdmännchen oder Vögeln begeistert verspiesen. Das Spektakel wird wahrscheinlich nur noch kurz dauern, denn immer weniger Tiere verlassen nachts ihren Bau.

Ein Termitenstaat kann viele Millionen Individuen umfassen und besteht aus mehreren sogenannten Kasten. Neben dem Königspaar existieren männliche und weibliche Arbeiter und Soldaten, die den Bau vor Ameisenangriffen schützen. Ab und zu wachsen geflügelte Geschlechtstiere heran, die dann massenweise den Stock verlassen. Nur ein winziger Prozentsatz überlebt die gefährliche Zeit und kann als angehendes Königspaar einen neuen Staat gründen.

Im Unterschied zur Ameisenkönigin muss die Termitenkönigin immer wieder neu befruchtet werden und lebt deshalb mit einem König zusammen. Die beiden Tiere bauen eine Hochzeitskammer, und bevor die ersten Nachkommen schlüpfen, erledigt die Königin die anfallende Arbeit selbst. Mit jeder Häutung wächst ihr ein neues Paar Eierstöcke, und ihr mehrere Zentimeter langer Hinterleib macht sie mit der Zeit bewegungsunfähig.

Erst nach Jahren der Aufbauarbeit gerät die ganze Bevölkerung in grosse Unruhe, es ist die Zeit, wo sich die ersten Geschlechtstiere auf ihren Ausflug vorbereiten.

Von Redaktion


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