Artikel vom 17.06.2008

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Basel - Allgemeines

Seltene Giraffe im Basler Zoo tödlich verunglückt

War es Fahrlässigkeit, dass sich die Giraffenkuh Chakula selber strangulieren konnte?

Von Redaktion



So werden Futteräste im Giraffengehege aufgehängt. Bei dem vom Zoo Basel zur Verfügung gestellten Bild ist nicht mit Sicherheit erkenntlich, ob es sich um die strangulierte Chakula handelt.


BASEL. zoo.- Unbegreiflich fahrlässig - wie konnte das nur geschehen? Die dreijährige Giraffenkuh Chakula strangulierte sich selbst an einem herabhängenden Seil in ihrem Gehege und starb trotz sofortiger tierärztlicher Hilfe. Wie der Zoo Basel am Dienstag, 17. Juni 2008, mitteilte, handelt es sich beim tödlich verunfallten Tier überdies um die sehr selten gehaltenen Massai-Giraffen!

Laut Communiqué des Zoos, meldete um 12.20 Uhr ein Besucher dem Zoopersonal, dass sich die Giraffe Chakula in einem am Baum aufgehängten Seil mit Futterästen verwickelt hatte. Der Tierarzt war kurz darauf zur Stelle und schnitt mit Hilfe eines Tierpflegers die bereits am Boden liegende Giraffe sofort vom Seil los.

Unmittelbar danach starb Chakula um zirka 12.30 Uhr an den Folgen der Strangulation. Zurzeit des Unfalls befanden sich mehrere Besucher in der Nähe des Antilopenhauses und beobachteten den Vorfall.

Zwar werden Futteräste seit rund zehn Jahren zur Beschäftigung der Tiere aufgehängt, schreibt der Zoo. Doch der genaue Hergang des Unfalls sei noch unklar. Im Gegensatz zu der bei einem ähnlichen Unfall im Kinderzoo Rapperswil verstorbenen wenige Monate alten Giraffe handelt es sich bei Chakula um ein dreijähriges, fast ausgewachsenes Tier, das sehr sicher auf den Beinen war.

Chakula war die Tochter von Tamaa (12) und ist am 9. Juli 2005 im Zoo Basel zur Welt gekommen. Die Herde im Zoo Basel besteht jetzt noch aus Chakulas Mutter Tamaa und den Weibchen Wari (9), Dawa (2) und Diriki (1), einer weiteren Tochter von Tamaa.

Der Zoo Basel bekräftigt, dass er den Vorfall genau untersuchen und falls nötig sofort Verbesserungen einleiten will. Noch dieses Jahr werde das Giraffengehege vergrössert und umgebaut.

Der Zoo Basel trauert um Chakula, sie war eine der wenigen in europäischen Zoos gehaltenen Massai-Giraffen.




Die Massaï-Giraffe Chakula im Stall des Antilopenhauses, wenige Stunden nach ihrer Geburt vor drei Jahren .




Ein Unglück ist eben ein Unglück, um so tragischer, wenn man es verhindern hätte können… Giraffen sind unglaublich fotogen und wunderschön zum Anschauen - jetzt fehlt ein Tier in dieser Gruppe - wohl durch menschliche Fahrlässigkeit verursacht! Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2008

Von Redaktion


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