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Ottokars Cinétips

Im Kino in Basel

Hommage ans klassische Hollywood

«Endlich mal wieder ein WIRKLICH TOLLER FILM, meint unser Filjournalist zum Schwarzweiss-Stummfilm «The Artist» - zurzeit im Kino in Basel

Von Ottokar Schnepf



Ein Franzose und eine Französin beleben unter der Regie eines Franzosen den amerikanischen Hollywood-Film par excellence wieder: den Stummfilm.


«The Artist» heisst ein charmanter, inhaltlich leichtgewichtiger Stummfilm im Fake-Stil der Zwanzigerjahre, der von der Krise eines Stummfilm-Stars erzählt, den die Tonfilm-Revolution überrollt.

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Basel - Kultur

Gratis-Probe bei der basel sinfonietta

Am Samstag, 14. Januar 2012, 17 Uhr, lädt das «Alternativ»-Orchester zur öffentlichen Repetition von Giorgio Battistellis Oper «Richard III» ins Volkshaus Basel

Von Jürg-Peter Lienhard



Grossartig dargestelltes Ekel: Scott Hendriks als Richard III. in der französischen Erstaufführung an der «Opéra du Rhin» in Strassburg 2009. Foto © Alain Kaiser zVg onr.fr


basel sinfonietta hat eine grosse Fan-Gemeinde, nicht nur, weil es als «Alternativ»-Orchester, das sich selber verwaltet gilt, sondern, weil es immer wieder mit ungewöhnlichen Hörerlebnissen überrascht. Und das will etwas heissen in der Basler Konzertkultur, die zunehmend mit der Gefahr der Überalterung zu kämpfen hat. Doch basel sinfonietta vermag stets auch einem jüngeren Publikum die Schwellenangst vor dem Eintritt zu einem Sinfoniekonzert zu nehmen. So am kommenden Samstag, 14. Januar 2012, wo die absolut exklusive und daher spannende Gelegenheit zur Teilnahme an einer Probe eines Sinfonieorchesters teilzunehmen, ein doch ungewöhnliches Angebot innerhalb der Konzertkultur bedeutet.



basel sinfonietta im römischen Amphiteater von Augusta Raurica - auch fotografisch «alternativ» aufgenommen ohne Dirigenten und wie stets auf der Bühne ohne Frack. Foto © Daniel Spehr zVg

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Basel - Allgemeines

Mit Redner-Manuskripte und Fotoreportage

«Blocher raus aus dem Nationalrat!»

SP-Nationalrat Beat Jans forderte an der BaZ-kritischen Demo von «Rettet Basel» den Rücktritt des SVP-Chefstrategen aus dem Parlement

Von Redaktion



Plakate mit Witz so weit wie das Auge reicht: BaZ-Demo auf dem Theaterplatz. Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2011


Dem Aufruf der Internet-Plattform «Rettet Basel» folgten am Samstag, 17. Dezember 2011, mehrere hundert Personen, um auf dem Theaterplatz in Basel gegen die jüngste Entwicklung der Besitzverhältnisse «Basler Zeitung» (BaZ) und der dubiosen politischen Hintergründe zu demonstrieren sowie an einer Protestversammlung teilzunehmen. Es fielen markige, wahre und intelligente Worte - nicht nur aus den Mündern «linker» Redner, sondern auch vom FDP-Mitglied und Präsidenten der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus, dem emeritierten Universitätsprofessor für Geschichte, Georg Kreis.



Blochers/Suters Lügen: Ein «Meisterstück» in Sachen Image-Werbung und Leserbindung zum Schaden der Basler Zeitung… Foto: J.-P. Lienhard, Basel © 2011

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Ottokars Cinétips

Kämpferischer Carlos

Olivier Assayas hat ein fünfstündiges Kinowerk für die Grossleinwand geschaffen, das aber trotz seiner hervorragenden Qualitäten bislang nicht ins Kino kam

Von Ottokar Schnepf



Illich Ramirez Sanchez - links ein Fahndungsfoto, daneben der Kino-Carlos, der zudem auch Ramirez, Edgar Raminez, heisst.


Der einst meistgesuchte Terrorist «Carlos», dessen Bild um die Welt ging und der in Frankreich bereits eine lebenslange Haft absitzt, muss sich zurzeit vor Gericht für Anschläge aus den 80er-Jahren verantworten.

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Basel - Allgemeines

SRF verlegt Kultur-Redaktion nach Basel

Überraschende Ankündigung von SRF-Direktor Rudolf Matter vom Montag, 21. November 2011, in Basel vor der Statistisch-Volkswirtschaftlichen Gesellschaft

Von Jürg-Peter Lienhard



SRF-Direktor Ruedi Matter. Foto zVg


Das Fernsehen kehrt nach Basel zurück: Sobald eine geeignete Lokalität gefunden ist, wird die Kulturredaktion des Deutschweizer Fernsehens von Zürich nach Basel umziehen. Dies erklärte Rudolf Matter, Direktor der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) am Montag, 21. November 2011, an seinem Vortrag vor der Statistisch-Vokswirtschaftlichen Gesellschaft Basel. «Die Mitarbeiter stehen mit gepacktem Gepäck bereit», erklärte er dem verblüfften Publikum in der Aula der Basler Uni. Der Umzug erfolge, sobald eine entsprechende Lokalität gefunden sei.

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Basel - Kultur

George Gruntz Matters…

Ein nahrhafter Leckerbissen für Jazzfans: Die GG-Concert-Jazz-Band konzertiert am Sonntag, 30. Oktober 2011, im Schauspielhaus Basel

Von Ottokar Schnepf



«GG» am Piano.


Dass der Prophet im eigenen Land nichts gilt, das kennt auch er: «Viele kennen meinen Namen, aber wissen nicht, was ich mache», meint der seit vielen Jahrzehnten unermüdlich aktive Basler Pianist, Komponist, Arrangeur und Bandleader, der im Ausland mit diversen Preisen ausgezeichnet wurde und mehrfach Polls gewonnen hat. Doch am Sonntag, 30. Oktober 2011, kommt die George-Gruntz-Concert-Jazz-Band nach Basel und gibt ein Konzert im Schauspielhaus. Wer letztes Jahr im Stadtcasino Basel das Matterhorn Matters Programm der GG-Concert-Jazz-Band erlebt hat, der wird die zweite Auflage nicht missen wollen, die für alle Jazzfans ein Must ist!

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Elsass - Kultur

Mit Fotostrecke am Schluss

Tabu-Thema Tod in St-Louis

Neues von der Kulturfront der elsässischen Nachbarstadt: drei bemerkenswerte Ausstellungen im Musée Fernet-Branca und in der Mairie

Von Jürg-Peter Lienhard



Kommt Holbeins «Leichnam Christi» ziemlich nahe: mehrfach belichtete Fotoarbeit von Sophie Zénon mit Aufnahmen aus den Katakomben von Palermo zurzeit im Musée Fernet-Branca in St-Louis. Foto J.-P. Lienhard, Basel © 2011


Das darf man ohne Übertreibung sagen: St-Louis hat das Zeug, dem Kulturangebot von Basel mit Gleichwertigem zu begegnen. Zunächst gelingt es dem «Espace de l’art contemporain Fernet-Branca» mit Gegenwartskünstlern auf höchstem Niveau für Aufmerksamkeit weit über die Grenzen zu sorgen. Zurzeit mit einer hervorragend gemachten Skulpturausstellung und Photographien, die das Tabu-Thema Tod zum Gegenstand haben. Und schliesslich im Forum der Mairie sind Schwarzweiss-Werke des unterelsässischen Fotokünstlers Frantisek Zvardon mit Motiven aus Äthiopien sowie grossformatige mit elsässischen Trachten zu sehen, die er für das gemeinsam mit Marc Grodwohl gestaltete Fotobuch «Les Alsaciens» verwendet hatte.



«Ethiopie», Thema der Fotoausstellung von Frantisek Zvardon (links) mit alt Maire Jean Überschlag im Forum der Mairie von St-Louis. Foto J.-P. Lienhard, Basel © 2011

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Basel - Kultur

Matthyas Jenny erhält Basler Kulturpreis

20’000 Franken für den Erfinder des Poesitelefons, Verleger der Nachtmaschine und Vater der Schriftstellerin Zo!e Jenny

Von Redaktion



Sieht immer etwas mürrisch aus, wenn er schlecht verkaufbare Bücher anbieten muss: Matthyas Jenny, designierter Kulturpeisträger der Stadt Basel 2011, an einer Lesung im («grossen») Literaturhaus Basel am 8. Juni 2009. Foto J.-P. Lienhard, Basel © 2011


Der 39. Basler Kulturpreis 2011 geht an den Autor und Literaturvermittler Matthyas Jenny und wird ihm am 14. November 2011 im Basler Rathaus überreicht. Dem passionierten Autor, Verleger und Literaturinitiator ist es zu verdanken, dass Basel bis heute ein lebendiger Ort ist für Literatur in allen Facetten, heisst es in der Begründung der Kulturpreis-Jury vom Mittwoch, 14. September 2011.

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Basel - Kultur

Mit Fotoreportage am Schluss

Alphorn-Quartett «hornroh» im Merian-Park

Das Konzert mit diesem archaischen Alpen-Instrument begeisterte, weil es auch ganz ungewohnte Töne hervorzubringen versteht

Von Jürg-Peter Lienhard



Von links: Helén Berglund, Balthasar Streiff, Rudolf Linder und Michael Büttler verneigen sich vor dem Publikum - und vor dem Alphorn, dem wunderbaren Instrument mit seinen ungeahnt ungewöhnlichen Möglichkeiten. Foto J.-P. Lienhard, Basel © 2011


Die Alpen sind in Basel nicht einmal sichtbar. Dass aber hier ein Alphorn-Ensemble zuhause ist und arbeitet, ist darum schon bemerkenswert. Aber noch bemerkenswerter ist, was die vier Musiker des Alphorn-Ensembles «hornroh» aus diesem Horn herauszu«posaunen» imstande sind. Im Merien-Park am Sonntag, 4. September 2011, haben sie an einer CMS-Matinee mit einer ganzen Reihe moderner Alphornstücken (nebst zwei traditionellen) das begeisterte Publikum mit schönen und ungewohnten Tönen verblüfft. Übrigens am selben Tag, wie das «Unspunnen»-Fest in der «Suisse primitive» abgehalten wurde, wo das Alphorn 1805 gewissermassen seine Wiedergeburt erlebte und nach langen Jahrzehnten der Ächtung als «Bettelhorn» musikalisch wieder salonfähig wurde - als touristische, nicht zuerst musikalische Attraktion.

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Ottokars Cinétips

Spiel mir das Lied vom Kinotod

Nach Hollywoods 100-Jahr-Jubiläum die Frage nach der Zukunft der Kinos

Von Ottokar Schnepf



Das verschwundene Kleinbasler Kino «Union», den «habitués» als «Revolverküche» noch lebhaft in Erinnerung: Zwei Filme zum Eintritts-Preis von einem pro Vorstellung im Dunst der wohlig inhalierenden Raucher der «Logen», wo an den Vordersitzen Alumiumplatten zum Ausdrücken der «Gauloises-mégots» angebracht waren. Und wenn es am frühen Nachmittag nur wenig Publikum, zumal meist Schuleschwänzer hatte, konnte man die Beine auf die Vordersitze legen, wie der Sheriff in den gezeigten «Spaghetti-Western», und alle präpotenten Zuschauer marschierten in diesem breiten Schritt der «Cobboys» nach der Vorstellung durch die Klybeckstrasse hinaus ins «Oasis»… Foto (mit freundlicher Genehmigung): Peter Hauck, Basel © 2011


1910 kam der erste Film, der jemals in den Studios von Hollywood in Los Angeles gedreht wurde, in die Kinos. Danach wurde der Kinofilm zum grössten Unterhaltungsmedium aller Zeiten. Bis gegen Ende der fünfziger Jahre das Fernsehen die häuslichen Stuben eroberte und das Kino seine erste Krise zu überwinden hatte. Jetzt scheint es vor einer neuen zu stehen. Denn wer geht denn heute noch ins Kino, wo doch gleichzeitig mit der Kinopremiere im Kino derselbe Film zuhause auf dem grossen Flachbildschirm zu sehen ist. Hat somit das Kinosterben bereits begonnen?



Das waren noch Zeiten, als im «Captiol» das Billett 3 Franken kostete - auch wenn «nur» auf dem 2. Platz, einer Kategorie, die es heute im Zeitalter der Einheitspreise ebenfalls nicht mehr gibt. Auf dem Logo wird deutlich, woher das noch heute existierende Kino seinen Namen her hat - aus den USA, nämlich, aber nicht aus Hollywood… Immerhin heisst es im Logokranz: «Unser Ziel ist Dein Vergnügen». Foto Peter Hauck, Basel © 2011

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